Kommt es zur Einigung?

Weiterhin Überangebot an Rohöl. Gespräche der OPEC und Russland im September.

26.08.2016

Nach der deutlichen Preiserhöhung in den vergangenen Tagen hat sich der Wind wieder gedreht: Der Ölpreis fiel in dieser Woche wieder ab. Nach offiziellen Angaben lagerten die USA in der vergangenen Woche 2,5 Millionen Barrel mehr Rohöl ein als in der Woche zuvor. Das Überangebot bleibt also bestehen, eine Besserung ist erst einmal nicht in Sicht. Die Aussicht auf erneute Gespräche zu einer Förderbegrenzung hatte die Preise wieder teils über 50 Dollar pro Barrel gehoben, doch diese Steigerung hielt nicht lange an.

Im September wollen die erdölexportierenden Länder der Opec und Russland zu erneuten Gesprächen über eine Förderbegrenzung zusammenkommen. Ob es dieses Mal gelingt, bleibt jedoch fraglich. Dazu stimmen die Voraussetzungen in beiden Ländern noch nicht. Der Preis bleibt niedrig, beide Fraktionen müssen viel fördern, um Marktanteile zu behalten. Saudi-Arabien aber hatte seine Zustimmung zu einer gedrosselten Produktion vom Konkurrenten Iran abhängig gemacht. Der könnte schon sehr bald auf sein gewünschtes Fördervolumen kommen - was für eine erhöhte Bereitschaft spricht, die Produktion auf genau diesem Niveau dann einzufrieren. Andere Opec-Länder haben jedoch wenig Interesse daran, ihre Fördervolumina zu begrenzen. Darüber berichtet auch Wallstreet Online.

Den Ölstaaten geht es jedoch weiterhin vor allem um Stabilität in einem Markt, der schwieriger geworden ist. Verteuert sich das Rohöl, gewinnt die US-Frackingindustrie wieder an Fahrt, produziert mehr Öl, das das Öl aus dem Nahen Osten ersetzt. Stabilität könnte man also in diesem Lichte mit dem Erhalt von Marktanteilen übersetzen. Der Preisanstieg der vergangenen Wochen war demnach nur von kurzer Dauer. Das Interesse der Opec liegt weiter darin, die US-Produktion zugunsten des eigenen Öls möglichst schwach zu halten. Das allerdings reißt Löcher in die Opec-Staatshaushalte. Wie lange Staaten wie Venezuela das noch durchhalten, ist fraglich.

Analysten glauben laut Handelsblatt jedoch nicht daran, dass der Ölpreis in nächster Zeit signifikant steigen könnte. Die Voraussetzungen bleiben schlecht. Die Prognosen aber laufen auseinander - die Internationale Energieagentur geht davon aus, dass die Nachfrage das Angebot schon in diesem Jahr übersteigen dürfte. Andere Experten rechnen erst im kommenden Jahr damit. Begrenzender Faktor ist und bleibt die US-Produktion. Sie wird weiterhin im Fokus der Aufmerksamkeit stehen und bei steigenden Ölpreisen sicherlich wieder anziehen. Das Tauziehen zwischen der Opec, allen voran Saudi-Arabien, und den USA bleibt also bestehen. Hinzu kommen die internen Querelen eines Ölkartells, das nicht mehr in der Lage ist, mit einer Stimme zu sprechen.

Insgesamt bleibt die Lage also für Heizölkunden eher positiv, sofern sie sich tagesaktuell mit den Leitsortenpreisen und dem Heizölpreis auseinandersetzen. Günstige Heizölpreise führen übrigens derweil auch zu günstigeren Nebenkostenabrechnungen für Mieter im Abrechnungsjahr 2014. Das berichtet der Focus. Lediglich der Gaspreis sei annähernd gleich geblieben.

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