Krieg auf arabischer Halbinsel

Ängste um Schiffswege für Öltransporte durch Kriege. Fracking in den USA im Rückwärtsgang.

27.03.2015

Über die Woche hinweg gesehen hat der Ölpreis deutlich gewonnen. Dies ist vor allem den Kämpfen im Jemen geschuldet. Schiitische Huthi-Rebellen dringen dort immer weiter nach Süden vor, die sunnitisch geprägte Regierung ist geflohen. Zur religiösen Dimension des Konfliktes kommt eine politische: Die Rebellen werden vom Iran unterstützt. Dies kann das wahabitische, sunnitische Saudi-Arabien nicht hinnehmen und schickt nun Kampfflugzeuge, um die Rebellen aufzuhalten. Dies schürte die Angst, dass Öltanker nicht mehr unbehelligt durch den Golf von Aden fahren konnten, doch die Angst scheint sich zum Wochenende hin beruhigt zu haben.

Saudi-Arabien aber muss aus seiner Sicht handeln: Der schiitische Iran baut seine Vormachtstellung weiter aus, unterstützt das Militär im Irak gegen den sogenannten Islamischen Staat, die Hisbollah im Libanon im syrischen Bürgerkrieg und nun auch die Rebellen im Süden der arabischen Halbinsel. Wie sich der Konflikt im Jemen weiter entwickelt, ist noch nicht abzusehen, entsprechend werden die Ölpreise nun zunächst abwartend reagieren.

Beherrschend bleibt weiterhin der Preiskampf zwischen Saudi-Arabien und den USA. Die Saudis fördern weiterhin Rekordmengen, so das Handelsblatt. Es gebe weiterhin keine Hinweise darauf, dass sich das globale Überangebot abschwächt. Aber immer weitere Firmen ziehen sich aus dem Fracking-Geschäft zurück oder legen Anlagen still, wie die "Welt" berichtet. Dies reicht offenbar noch nicht aus, um auf einen baldigen, deutlicheren Anstieg des Preises zu spekulieren. Heizölkäufer können also tendenziell weiter mit eher niedrigen Preisen rechnen, wenn sich der Konflikt im Jemen nicht weiter verschärft.

Indessen mehren sich Stimmen, die vor den Gefahren eines schwachen Euro warnen. Dies meldet Wallstreet Online. Diese liegt aus Sicht der USA auch in einem zu starken Dollar gegenüber dem Euro. Denn der würde wiederum die Exportwirtschaft in den Vereinigten Staaten schwächen und das mühsam angekurbelte Wirtschaftswachstum bremsen - eine Leitzinserhöhung würde dadurch erneut in die Ferne gerückt. Banken gehen davon aus, dass der Euro 2017 nur noch 0,85 US-Dollar wert ist - ein Segen für den Euro-Export, aber ein Preistreiber für Heizöl.

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