Letzte Ausfahrt Doha

Ölpreis mit deutlichen Kurssprüngen. Der Markt bleibt zunächst unruhig.

08.04.2016

Die Konferenz von Doha scheint für den Markt die Möglichkeit zu sein, endlich die Preise wieder nach oben zu korrigieren. Nicht anders ist es zu erklären, dass der Ölpreis in dieser Woche je nach positiver oder negativer Meldung im Vorfeld der Konferenz solche Kurssprünge machte. Die geplante Förderländer-Konferenz findet am 17. April in Doha statt. Dort soll beraten werden, ob sich Opec- und Nicht-Opec-Länder auf eine Begrenzung der Fördermenge auf dem Niveau von Januar dieses Jahres einigen können. Nun meldete sich Gastgeber Kuwait zu Wort. Nach Angaben von n-tv heißt es, man müsse sich auf eine Begrenzung der Fördermenge notfalls auch ohne den Iran einigen.

Damit bleibt die Konferenz und der Hick-Hack der Opec-Staaten Iran und Saudi-Arabien weiter auf der Tagesordnung zur Bestimmung des aktuellen Ölpreises. Beide sind indirekte Kriegsgegner im Jemen, beide tragen ihren erneut aufgeflammten Kampf um die Vormachtstellung im Nahen Osten auch über die Ölpreise und die Fördermenge aus. Der saudische Kronprinz hatte im Vorfeld der Konferenz der Hoffnung auf eine Förderbeschränkung einen Dämpfer versetzt. Das meldet der "Spiegel". Demnach wolle Saudi-Arabien seine Fördermengen nur dann auf dem Niveau von Januar einfrieren, wenn der Iran dies auch tue. 

Der Iran, der aus Sicht Saudi-Arabiens für eine Begrenzung des weltweiten Angebots wichtig wäre, scheint allerdings weiterhin nicht mitzuziehen. Wie die FAZ meldet, werden dort die Öltanker modernisiert, um effektiver die Nachfrage nach dem wieder fließenden iranischen Öl zu befriedigen. Doch auch Saudi-Arabien investiert, allerdings nicht in Öl. Derzeit plant die Monarchie nach Angaben der "Welt" den größten Staatsfonds der Welt an die Börse zu bringen.

Eine Förderbegrenzung könnte bewirken, dass die Händler wegen des nun begrenzteren Angebots eher an einen steigenden Preis glauben. Bereits die Ankündigung dieses Treffens hatte ähnliche Auswirkungen. Allerdings könnte ein Scheitern auch einen erneuten Fall des Ölpreises bewirken. Aus diesem Grunde bleibt es wohl bis zur Konferenz bei einer unruhigen Marktbewegung, was auch den Heizölpreis immer wieder in Aufruhr versetzen wird. Aus Sicht der Förderländer ist eine solche Konferenz jedoch auch nötig angesichts der Förderpolitik anderer Länder: Heute fördert zum Beispiel Russland so viel Öl wie seit 30 Jahren nicht mehr, meldet das Handelsblatt.

In dieser Woche stand auch die Zinspolitik der US-Notenbank wieder auf der Tagesordnung. Janet Yellen machte deutlich, dass eine erneute Zinserhöhung ins Haus steht, allerdings nicht so schnell wie erwartet. Möglicherweise werden es weniger Zinserhöhungen in diesem Jahr als erwartet, denn die US-Fed schielt weiterhin auf den Zustand der ausländischen Märkte. Schon alleine das Finanzbeben in China hatte bewirkt, dass die US-Fed ihre geplante Erhöhung verschob. Nach Meinung der WirtschaftsWoche hat dies auch Auswirkungen auf den Euro und die EZB-Politik: Wird die Fed wieder vorsichtiger, nützt dies dem Eurokurs, der jedoch zugunsten der europäischen Exporte niedrig gehalten werden soll. Der Druck auf die Zentralbank Europas dürfte damit etwas gestiegen sein.

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