Markt bleibt nervös

Förderbegrenzung erneut Konferenz-Thema. Ölbohrungen in den USA nehmen ab.

01.04.2016

Es sind in diesen Wochen vor allem zwei Nachrichtenfaktoren, die den Ölpreis bestimmen: Zum einen die US-Lagerzahlen, die immer wieder in neue Rekordhöhen schnellen. Gleichzeitig schauen Analysten auf die Mengen an Rohölimporten in die USA. Sie gelten als Indikator dafür, wie viel Öl noch in den USA gefördert wird. Derzeit sinken die Importzahlen wieder - ein schlechtes Zeichen für Saudi-Arabien, dass darauf gehofft hatte, den unliebsamen Schieferöl-Konkurrenten aus dem Markt zu drängen. Zum anderen ist da die Nachrichtenlage rund um die geplante Konferenz von Förderländern in Doha.

Nach Angaben des "Spiegel" und des "Business Standard" geht das Ringen um eine Förderbegrenzung am 17. April in Doha in eine neue Runde. Der saudische Kronprinz hat der Hoffnung auf eine Einigung zwischen Opec- und Nicht-Opec-Ländern einen Dämpfer versetzt. Demnach wolle Saudi-Arabien seine Fördermengen nur dann auf dem Niveau von Januar einfrieren, wenn der Iran dies auch tue. Der denkt jedoch nicht daran, plant der Staat doch erst einmal ein Hochfahren seiner Fördermenge nach Jahren der Abstinenz vom Ölmarkt wegen des internationalen Embargos. 

Der Verdacht liegt nun nahe, dass die zuletzt gesunkenen Importzahlen in die USA einen Wiederanstieg der Ölproduktion in den Vereinigten Staaten bedeutet. Dies ist jedoch nach neuesten Zahlen von Baker Hughes nicht der Fall. Die Zahl der Ölbohrvorhaben in den USA ist erneut gesunken, meldet der "Business Insider", um 10 auf 362. Mittlerweile ist das Verhältnis der Ölfördererstaaten Saudi-Arabien und USA auch ein Thema im dortigen Wahlkampf: Der schrille republikanische Kandidat Donald Trump sagte, er erwäge ein Einfrieren der saudischen Lieferungen an die USA, solange das Land keine Truppen im Kampf gegen den sogenannten "Islamischen Staat" stelle. Das meldet der britische "Guardian".

Das Ölgeschäft bleibt also weiterhin schwierig, unter anderem haben die Konzerne weltweit mit den Umwägbarkeiten des niedrigen Preise zu kämpfen. Das Handelsblatt meldete in dieser Woche, dass nun auch der BP-Konzern Stellen in Deutschland abbaut. Demnach sollen 580 Arbeitsplätze in der Verwaltung und in Raffinerien in Deutschland gestrichen werden. Weltweit streicht BP rund 4000 Stellen. Derweil sieht die Inflation im Euroraum im Augenblick etwas besser aus, was den Druck von der EZB etwas nehmen dürfte. Sie liegt bei 0,3 Prozent, etwas höher als noch vor einem Monat. Dennoch wird die Europäische Zentralbank weiterhin Anleihen kaufen, um den Geldpreis in die Höhe zu treiben.

Gestärkt wird der Euro auch durch Meldungen aus den USA. Der Gegenwind für Amerikas Wirtschaft aus dem Ausland lasse nach, so US-Fed-Chefin Janet Yellen vorsichtig bei einer Veranstaltung in dieser Woche, so die Deutsche Welle - weitere Zinsschritte nicht ausgeschlossen, und sie könnten schon bald anstehen, allerdings nicht sofort. Der Aktienmarkt jubiliert, der Dollar allerdings gibt etwas nach. Ein schwächerer Dollar aber unterstützt den Ölmarkt. Die Zurückhaltung, die Yellen an den Tag legte, lässt den Euro wiedererstarken, was dem in Dollar gehandelten Ölpreis wiederum hilft. Der Zickzackkurs des Heizölpreises dürfte also noch eine Weile weitergehen.

Heizöl-Preisrechner

Laptop Preismail

Die comoil-Preismail

Sie erhalten eine E-Mail mit dem aktuellen Heizölpreis für Ihren Lieferort und Ihre Bestellmenge. Täglich, alle 3 Tage, wöchentlich oder alle 2 Wochen, ganz wie Sie wollen. Einfach mal ausprobieren.

Mehr erfahren

Handy Preisalarm

Der comoil-Preisalarm

Automatisch melden wir uns per E-Mail bei Ihnen, wenn der von Ihnen festgelegte Preisbereich über- bzw. unterschritten wird. Natürlich aktuell und abgestimmt auf Ihren Lieferort und Ihre Bestellmenge.

Mehr erfahren

Der comoil Heizöl Newsletter

Newsletter

Der comoil Heizöl-Newsletter "comoil kompakt" informiert Sie in unregelmäßigen Abständen rund um das Thema Heizöl. "comoil kompakt" ist selbstverständlich kostenlos und unverbindlich.

Newsletter abonnieren