Marktschwankungen gehen weiter

Nach Tod von Saudi-Arabiens König Fragen über Preisstrategie des Nachfolgers. Wirtschaft Russlands und Venezuelas mit Schwierigkeiten.

23.01.2015

Der Ölmarkt reagiert nervös auf den Tod von König Abdullah von Saudi-Arabien. Es steht die Frage im Raum, ob sein Nachfolger, Kronprinz Salman, den Preiskampf am internationalen Markt stoppen wird. Salman gilt als wirtschaftlich versiert und setzt nach Einschätzung der Tagesschau auf Kontinuität im Ölförderland - nichts ist so wichtig wie das Schaffen von Arbeitsplätzen für die jungen Saudis und gesicherte Marktanteile für das Ölgeschäft stellen die dafür benötigten Milliarden bereit. Deshalb wird der jüngste Preissprung von Rohöl nur von kurzer Dauer sein.

Also weiter schlechte Nachrichten für Länder wie Russland und Venezuela. Deren Staatshaushalte sind massiv von den Ölexporten abhängig, schreibt die Frankfurter Allgemeine. Beide Länder haben es versäumt, in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten ihre Wirtschaft zu diversifizieren, also auch auf andere wirtschaftliche Bereiche statt nur auf Rohstoffe zu setzen. Die Quittung erhalten sie jetzt. Dennoch bleiben auch Risiken für die Länder, die derzeit vom niedrigen Ölpreis profitieren.

Diese könnten in den kommenden Jahren Gefahr laufen, einen weitaus höheren Energiepreis als vor dem Preiskampf zahlen zu müssen, das Manager Magazin spricht gar von bis zu 200 Dollar pro Barrel. Der Grund: Notwendige Investitionen der Konzerne werden aufgrund des niedrigen Preises aufgeschoben. Das könnte dazu führen, dass die Ölförderung in den kommenden Jahren sinkt, das Angebot also dadurch noch knapper wird.

Auch die Wirtschaft der Eurozone bleibt im Fokus. Nach dem historischen Schritt der Europäischen Zentralbank, Staats- und Unternehmensanleihen im Wert von 1,1 Billionen Euro bis September 2016 aufkaufen zu wollen, sank der Euro erwartungsgemäß rapide. Diese Maßnahme bleibt umstritten: Denn sie belastet vor allem die Sparer und nutzt nicht notwendigerweise der europäischen Wirtschaft, die von Krediten der Banken abhängig ist. Ob Banken nun eher bereit sind, diese in höherem Maße zu gewähren als zuvor, bleibt fraglich. Ob mehr Geld mehr hilft, bezweifeln auch Bankexperten, so das Handelsblatt.

Der Heizölmarkt bleibt also auch in der kommenden Woche volatil und sollte tagesgenau beobachtet werden, um einen günstigen Zeitpunkt zum Nachbevorraten auszumachen.

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