Massiv überversorgt

Die Ölförderer erwarten das Absinken der weltweit extrem hohen Lagerbestände.

24.02.2017

Das API hatte in dieser Woche einen leichten Bestandsrückgang in den US-amerikanischen Rohöllagern prognostiziert. Das scheint für den Markt in dieser Woche bedeutsamer als die Förderkürzungen der Opec, denn dies würde bedeuten, dass die Händler langsam wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkehren. Dennoch sollten sie gewarnt sein: die USA werden in diesem Jahr mehr Öl fördern. Das sagt die US-Energy Information Administration  voraus. Mehr Öl bedeutet niedrigere Preise. Es bleibt abzuwarten, wie schnell die überversorgte Welt ihre Tanks leren wird.

Auch die USA sind mit Öl massiv überversorgt. Die Preisreaktion in dieser Woche auf weniger Öl ist also normal im Gegensatz zu den Reaktionen in den vergangenen Wochen, in denen sich die Lager wieder und wieder gefüllt hatten. Beschleunigt wird diese Entwicklung auch durch die Politik der Trump-Administration. Chefstratege Stephen Bannon sprach anlässlich einer Konferenz der Konservativen von der "Dekonstruktion des Staates", dem Rückbau der Administration und von Regularien. Darüber berichtet unter anderm die FAZ. Das befördere das Wachstum. Umwelt-Regularien für die Öl- und Kohleindustrie soll daher beispielsweise der neue Chef der Umweltbehörde Scott Pruitt zurücknehmen, ein scharfer Kritiker dieser Behörde.

Mehr und mehr rücken die Präsidentschaftswahlen in Frankreich in den Fokus der Devisen-Händler. FN-Kandidatin Marine Le Pen hatte im Falle ihres Wahlsieges mit einem Volksentscheid zum EU-Austritt Frankreichs geliebäugelt. Mehr dazu hat die "Zeit" recherchiert. Aber auch die Bankenkrise in Italien und die abnehmende Kreditwürdigkeit des Landes führt zu wachsender Skepsis über die Stärke der Währung und den Zusammenhalt der EU. Auch Spanien, Portugal und Lettland sehen Experten kritisch. Der Währungsraum ist weiterhin in Turbulenzen.  

Indessen mehren sich in Saudi-Arabien die Zeichen, dass die goldenen Zeiten vorbei sind. Nicht nur der Staatskonzern Aramco soll bald in Teilen an die Börse, auch die Saudis selbst werden zur Kasse gebeten: Sie zahlen seit Beginn dieses Monats zum ersten Mal in ihrem Leben Steuern, so unter anderm der Business Insider. Die Monarchie reformiert sich angesichts des vergangenen Preiskampfes, der riesige Löcher in den Staatshaushalt gerissen hatte. Auch werden Frauen nach Angaben des Handelsblattes immer wichtiger: erstmals überwacht eine Frau die saudische Börse, eine Frau leitet nun eine wichtige saudische Bank.

Dennoch hält sich die Opec an die Förderkürzung. Den Preis wird dies weiterhin stabilisieren, denn die US-Produktion fungiert als Gegengewicht. Die Anzeichen mehren sich, dass der Preis dennoch nach oben hin ausbruchsbereit ist. Ein Zeichen für Heizölkäufer, bei Bedarf jetzt noch zuzuschlagen. Dennoch sollten sie die Preise tagesaktuell im Auge behalten, um einen günstigen Zeitpunkt zum Kauf abzupassen.

 

 

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