Nachbeben des Brexit

Venezuela mit Problemen. Weiterhin Sorgen nach EU-Ausstieg Großbritanniens.

08.07.2016

Eine Berg- und Talfahrt hat der Ölpreis in dieser Woche hinter sich. Zeitweise lag das Barrel Brent zeitweise über 50 Dollar, dann rutschte es erneut ab. Denn die Krise in Nigeria besteht weiterhin, hinzu kommen die verstärkten Anschläge des sogenannten "Islamischen Staates" sowie der Brexit, Sorgen über eine lahmende Weltkonjunktur und die mangelnde Unterstützung des Marktes durch Großkonsumenten wie China - obwohl das Land seine Ölreserven immer weiter verstärkt. Das gleiche geschieht allerdings auch in den USA. Nach Medienangaben streiten sich mittlerweile beide Länder um den ersten Platz in der Rangliste der größten Öleinkäufer weltweit.

Doch es gibt neben Nigeria weitere Sorgenkinder. Vor allem Venezuela betrachten viele mit Sorge, da sich das Land immer weiter dem Zustand eines wirtschaftlichen Totalschadens nähert. Der niedrige Ölpreis hat das Land, das fast nicht außer Öl produziert, schwer in Mitleidenschaft gezogen. Wie die Deutsche Welle meldet, haben Frauen kürzlich die geschlossene Grenze zu Kolumbien gestürmt, um dort Lebensmittel zu besorgen. Die Stromkrise infolge trockener Seen und nicht funktionierender Wasserkraftwerke soll allerdings gelöst sein.

Ungelöst bleibt die Frage, wann und wie Großbritannien aus der EU austritt. Die Sorgen wegen des Brexit bleibe bestehen. Dieser lastet immer noch auf dem Markt. Die Sorgen, dass sich der Austritt Großbritanniens aus der EU negativ auf die Wirtschaft auswirkt, ist immer noch hoch. Wann das Vereinigte Königreich sein formelles Austrittsgesuch in Brüssel überreichen wird, ist weiter unklar. Die EU drängt auf einen schnellen Start der Austrittsverhandlungen, London spielt auf Zeit.  Immerhin verschafft der Brexit der EU ein Comeback, so das Handelsblatt: die meisten Deutschen sind der Meinung, dass die EU ihnen Vorteile bringt.

Der Dollar ist in dieser Woche wieder stärker geworden. Er drückt damit auch auf die Rohölpreise. Dennoch ist die Opec zuversichtlicht, dass die Nachfrage weiter anziehen wird. Nach Angaben von OilPrice.com ist die Strategie der Opec, durch Preisverfall Marktanteile zurückzuerobern, aufgegangen. Öl aus dem Nahen und Mittleren Osten, das billigste der Welt, hat nun einen Marktanteil von 34 Prozent. Die USA haben 900.000 Barrel pro Tag verloren. Aber ihrre Lager füllen sich, entgegen den Prognosen. Deshlb war der Preis pro Barrel zuletzt deutlich zurückgefallen. Der Markt hatte mit weniger Öl in den Lagern gerechnet.

Für Heizölkunden bleibt die Situation also weiter relativ unübersichtlich. Klar ist, dass die Heizölpreise im Augenblick vergleichsweise niedrig sind, was auch der geringeren Nachfrage geschuldet ist. Allerdings können Krisen wie in Nigeria oder Venezuela, aber auch die kommenden Brexit-Verwerfungen kurzfristig Kurssprünge und -verluste auslösen. Zudem hat der Brexit deutlichen Einfluss auf die Devisen- und Aktienmärkte, die unter dem Austritt leiden. Das meldet etwa n-tv, wonach der Dax durch den Austritt Großbritanniens in dieser Woche deutliche Verluste hinnehmen musste. Allen voran aber auch das britische Pfund, ebenso wie der Euro, der sich gleichzeitig gegen eine erstarkende US-Wirtschaft behaupten muss.

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