Neue Gespräche

Überlegung über Förderbegrenzung erneut entfacht. EIA glaubt an Erholung des Ölpreises.

12.08.2016

In dieser Woche stieg der Rohölpreis wieder an, befeuert von Spekulanten. Ist eine erneute Konferenz zwischen Opec-Staaten und Russland möglich? Oder handelt es sich dabei nur um einen alten Trick des Ölkartells: mit solchen Meldungen den Preis kurzzeitig treiben? Darüber schreibt auch das Handelsblatt. Zunächst schien es, als habe sich der Ölpreis im Juli wieder gefangen, doch zuletzt ging es wieder bergab. Dem soll womöglich die Meldung über eine erneute Konferenz von Förderstaaten entgegenwirken. Erneut soll es um eine Förderbegrenzung gehen.

Die Chancen stehen dafür sogar etwas besser. Der Iran erreicht bald sein Förderniveau, das er vor dem internationalen Embargo innehatte. Möglicherweise ist Teheran dann eher bereit, über eine Deckelung der Fördermenge zu sprechen. Und der Iran arbeitet weiter daran, sein Ölgeschäft auszuweiten. Nach Angaben des Handelsblattes will der Iran westliche Unternehmen an seinen Öl- und Gasfeldern beteiligen. So erhoffen sich die Mullahs milliardenschwere Investitionen in ihr Ölgeschäft, dass bald schon wieder die Größe wie zu Zeiten vor dem Wirtschaftsembargo erreichen soll. Einige westliche Konzerne wie die französische Total stehen bereits in den Startlöchern.

Vor dem Embargo förderte der Iran 4 Millionen Barrel täglich. Derzeit sind es bereits etwa 3,5 Millionen, so der Wirtschaftsdienst Bloomberg. Wie viel der Iran im Moment tatsächlich fördert, ist allerdings umstritten. Mit Methoden der Überwachung von Tankern und ihren Routen versuchen Analysten, sich ein Bild von der weltweiten Lage im Ölgeschäft zu machen. Nach Meinung einiger Experten bunkert der Iran demnach viel mehr Öl in Tankern als angenommen - produziert er deshalb weniger und exportiert er im Moment reine Lagermengen? Darüber schreibt Investing.com.

Einen Rückgang meldet derweil das Opec-Land Katar: Nach Angaben des österreichischen "Kuriers" und von "Spiegel Online" fuhr das Förderland zum ersten Mal seit 15 Jahren ein Defizit ein. Die Höhe: 15 Milliarden Dollar. Die Staatseinnahmen gingen um 45 Prozent zurück. Auch die Opec leidet unter dem Preiskampf um Marktanteile, die Devisenreserven Saudi-Arabiens schwinden ebenfalls. Wie lange wird also der Preiskampf noch weitergehen?

Die amerikanische Energy Information Administration (EIA), die sich mit der Energiestatistik des Landes befasst, glaubt aktuell an eine sehr langsame Erholung des Ölpreises. Zum einen sind die weltweiten Lagerkapazitäten fast erschöpft, zum anderen bleibe die Überproduktion nach wie vor hoch. Eine Deckelung der Fördermengen, wie sie von vielen schwächeren Opec-Ländern gewünscht wird, könnte diese Prognose eintreten lassen.

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