Öl bleibt günstig

Heizölpreise sinken und könnten niedrig bleiben. Investitionen in der Energiebranche rückläufig.

15.09.2016

Die offiziellen Zahlen des US-Department of Energy wiesen in dieser Woche einen leichten Rückgang der Lagerzahlen auf: 0,6 Millionen Barrel weniger verzeichnete die Behörde. Dass die Ölnachfrage nach Angaben der Internationalen Energieagentur sinken wird, brachte keine Belebung des Ölmarktes - die Preise sanken. Nach einem Bericht der Schweizer Handelszeitung wird die Ölschwemme also noch eine ganze Weile anhalten. Damit habe die Institution ihre vorherige Prognose über den Haufen geworfen, heißt es. Auch die US-amerikanische Energiebehörde EIA senkt ihre Prognose, meldet das Wirtschaftsmagazin Forbes.

Gleichzeitig stellt die Opec fest, dass die Förderung wahrscheinlich zunehmen wird. Treffen diese Prognosen ein, bleibt der Preis noch eine längere Zeit auf niedrigem Niveau. Dies meldet unter anderem das Handelsblatt. Neue Tiefstände des Preises durch die iranische Ölförderung seien ebenfalls zu erwarten, auch der starke Dollar verteuere das Rohöl. Zieht die US-Fed die Leitzinsen also weiter an, wird der Dollar erneut stärker, Öl verteuert sich und drückt auf die Nachfrage. Mehr Öl kommt nicht nur bald aus dem Iran, sondern womöglich auch aus Libyen. Hier haben Truppen kampflos den wichtigen Ölhafen Ras Lanuf wieder eingenommen, wie die "Süddeutsche" in einer Reportage über einen libyschen General vermeldet.

Indessen meldet unter anderem die "Welt", dass die Investitionen in der Energiebranche zurückgehen - nachvollziehbar bei deutlich gesunkenen Öl- und Gaspreisen sowie den Schwierigkeiten, die die meisten Ölmultis derzeit haben. Besonders in Öl und Gas wurde weniger investiert. Gestiegen sind dagegen die Ausgaben in erneuerbare Energien. Vor allem veraltete Kohlekraftwerke würden erneuert, China investiere kräftig in Atomenergie, so ein aktueller Bericht der Internationalen Energieagentur. Nach Angaben des Handelsblattes sind die neuen Zahlen der US-Bohrlöcher ausschlaggebend für den erneuten Preisrückgang. 414 gebe es mittlerweile wieder, sieben mehr als in der Vorwoche. Ein deutlicheres Preis-Plus erhöht die Chance, dass auch die USA wieder günstig im eigenen Territorium nach Öl bohren kann.

Eine Erholung prognostizieren Experten der HSH Nordbank für den Ölpreis in den kommenden Monaten ebenfalls nicht. Die bevorstehende Präsidentschaftswahl in den USA habe negative Auswirkungen auf den Ölpreis, egal wie der Sieger heißt, berichtet das Hansa International Maritime Magazin, ein Fachmagazin für die Seefahrt. Auch auf sie kommen Auswirkungen zu, sollte die Nachfrage nach Öl sinken. Grund für die Skepsis der HSH Nordbank: Clinton wolle schnell aus den fossilen Energieträgern aussteigen. Unter einem Präsidenten Trump wären die negativen Auswirkungen auf den Ölpreis nicht ganz so gravierend, heißt es. Das sind zu Beginn der neuen Heizperiode erst einmal gute Neuigkeiten für die Heizölverbraucher. Sie bedeuten, dass die Preise erst einmal auf niedrigem Niveau bleiben könnten.

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