Ölindustrie lässt Federn

Keine Gespräche zwischen Opec und Russland? Heizölpreis bleibt erstmal niedrig.

05.02.2016

Entgegen den Erwartungen hat sich eine Trendwende in dieser Woche noch nicht verfestigt. Der Ölpreis tritt mehr oder weniger auf der Stelle, Schwankungen vor allem nach unten inklusive. Denn die gemeldeten Gespräche zwischen Russland und der Opec über Förderkürzungen waren offenbar nichts als heiße Luft. Die hat dennoch dazu ausgereicht, den Ölpreis wieder anzuheben. Nun, nachdem klar ist, dass die Gespräche doch nicht stattfinden, bleibt der Druck auf den Preis zwar hoch. Das Niveau über 30 Dollar aber kann er noch halten. Es zeigt sich, dass solche Meldungen auf den nervösen Markt hohen Einfluss haben - auch wenn es nur Gerüchte sind, die sich als nicht haltbar herausstellen.

Spekulationen, dass es Gespräche geben könnte, bleiben. Deutlich greifbarer sind da die Zahlen der Börse. In dieser Woche haben mehrere Ölkonzerne ihre Quartalszahlen vorgestellt. Gestern veröffentlichte Shell seine Bilanz und muss ebenfalls Federn lassen: Einer der größten europäischen Ölkonzerne verliert 90 Prozent seines Gewinns. Die Folge: ein massives Sparprogramm. Das meldete das Handelsblatt. Auch der norwegische Statoil-Konzern meldet, dass der Gewinn nur noch halb so hoch ist wie zuvor.

Ebenso ergeht es dem weltgrößten Ölkonzern. Laut Quartalsbericht von Exxon musste der Konzern einen Verlust von 58 Prozent hinnehmen. Auch hier ist die Folge: es wird gespart. Aktien sollen nicht mehr zurückgekauft werden, Ölplattformen sollen nicht mehr ausgebaut oder modernisiert werden, so die Neue Zürcher Zeitung. Nullrunden bei Investitionen könnten mittelfristig wieder zu steigenden Ölpreisen führen - wo nichts investiert wird, wird nicht gefördert, so die einfache Rechnung.

Im Januar wurde außerdem öffentlich, dass Russland wie die Opec seine Förderquoten deutlich erhöht hat, so die "Welt". Eine Folge des Preiskampfes: alle müssen auf den Zug aufspringen und den Ölhahn aufdrehen. Tun sie es nicht, verlieren sie Marktanteile. Das beschleunigt so lange die Abwärtsspirale, bis genügend Player auf dem Markt aufgeben müssen, mehr Öl aufgrund der Weltkonjunktur nachgefragt wird oder die Investitionen in neue Ölfelder zu gering sind, um eine steigende Nachfrage zu bedienen. Erst dann wird der Preis wieder ansteigen. Das könnte jedoch noch eine Weile dauern und jede Menge Geld und Jobs vernichten.

Der niedrige Preis bleibt also zunächst eine gute Nachricht für den Verbraucher. Klar, dass die niedrigen Energiepreise allerdings auch die Inflation in der Eurozone bremsen. Das wiederum bedeutet, dass die EZB weiterhin die Zinsen niedrig hält und Geld in den Markt pumpt, um die Inflation anzuheizen. Der Verbraucher spart also bei Energiepreisen - beim Blick auf die Spareinlagen auf der Bank aber gibt es auch künftig lange Gesichter.

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