Ölpreis auf Achterbahnfahrt

Börsencrash in China lässt Ölpreis fallen. Konflikt zwischen Opec-Ländern.

08.01.2016

Der Ölpreis taumelte in dieser Woche erheblich, lag zeitweise unter 33 Dollar pro Barrel. Verantwortlich dafür war unter anderem der Börsencrash in China. Zum wiederholten Male hat die Regierung in Peking den Aktienhandel ausgesetzt, nachdem die Kurse in der ersten halben Stunde nach Handelsbeginn um sieben Prozent gefallen waren. Das schwächt das Vertrauen in die chinesische Wirtschaft weiter. Auch Deutschland könnte dies bald zu spüren bekommen, immerhin ist China der drittwichtigste Handelspartner in der Welt. Zwar klingeln die Kassen in Deutschland nach wie vor, aber den Anlegern macht die chinesische Schwäche große Sorgen. 

Erstaunlicherweise hatte der diplomatische Konflikt zwischen den beiden größten Opec-Ländern weniger Auswirkungen auf den Ölpreis. Das sunnitische Saudi-Arabien hatte unter anderen einen schiitischen Geistlichen hingerichtet. Sofort kam es im nahen Iran zu Protesten, saudische Botschaften wurden gestürmt und in Brand gesetzt. Daraufhin wies Riad alle iranischen Diplomaten aus. Beide Opec-Länder werden in diesem Jahr um Marktanteile kämpfen, der Iran hat durch das jüngst auslaufende Embargo einiges nachzuholen. Dies könnte ein weiterer Grund dafür sein, dass Saudi-Arabien die Ölpreise künstlich niedrig hält. Dies berichtet auch n-tv.

Der Konflikt zwischen den beiden Staaten beschäftigt auch die "Frankfurter Allgemeine". Es gibt Stellvertreterkriege zwischen beiden Nahost-Großmächten: im Jemen kämpfen saudische Truppen gegen die schiitischen Huthi-Rebellen; im Irak unterstützt Iran die von Schiiten beherrschte Regierung in Bagdad; in Syrien finanziert Saudi-Arabien sunnitische Rebellengruppen, während Iran über die Hisbollah und durch Militärberater das Assad-Regime unterstützt. Der Ölpreis ist da ein weiteres Puzzleteil in einem lange währenden Konflikt, der vor allem auf den Staatshaushalt des Irans zielt. Auch er finanziert sich zu großen Teilen aus dem Ölverkauf. 

Ein niedriger Ölpreis senkt die finanziellen Mittel des Irans, der wegen des Embargos ohnehin weniger Geld auf der hohen Kante hat. Die Überversorgung des Marktes bleibt also auch im neuen Jahr das beherrschende Thema am Ölmarkt. Dies hat Konsequenzen, vor allem für die Ölunternehmen, die zunehmend dazu gezwungen werden, die größer werdenden finanziellen Risiken abzusichern. Schon jetzt warnen Experten vielerorts vor Kreditausfällen in der Branche. Eine Zusammenfassung gibt derzeit die Neue Zürcher Zeitung (NZZ). 

Für den Heizöl-Endverbraucher aber sind derzeit goldene Zeiten. Der Preis bleibt auf absehbare Zeit niedrig, ist jedoch erheblichen Schwankungen unterworfen. Deshalb sind tagesaktuelle Beobachtungen unerlässlich.  

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