Ölpreis bleibt weiter niedrig

Spekulationen und Konflikte lassen Rohölpreise ansteigen. Preiskampf zwischen Opec und den USA.

08.05.2015

In dieser Woche stiegen die Preise für Rohöl teils deutlich an. Zum einen ist dies auf Spekulationen zurückzuführen. Zum anderen bleiben Konflikte weiter im Fokus. Noch immer kämpft der Jemen mit Huthi-Rebellen, die auch von Saudi-Arabien aus der Luft bombardiert werden. Jemen liegt am Golf von Aden, einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten für Öltanker. In Libyen gibt es Kämpfe rund um einen wichtigen Ölhafen, die Exportzahlen aus dem Opec-Land sinken. Dies meldet auch das Handelsblatt. Demnach exportiert das Land derzeit nur 500.000 Barrel täglich. Aber auch sinkende Lagerzahlen in den USA stützen den Ölpreis. 

Dennoch ändert sich generell nichts an der Tatsache, dass der Ölpreis verhältnismäßig niedrig bleibt. Dies bekommen auch die Ölkonzerne zu spüren, die nach Angaben des Handelsblattes schnell reagiert haben. Die niedrigeren Kosten, die vor allem aus der gesunkenen Raffinerieproduktion resultieren, dämpfen die Verluste etwas. Die Auswirkungen spüren auch deutsche Konzerne. Siemens hat beschlossen, weitere Stellen zu streichen - nach Angaben der "Welt" auch unter dem Eindruck eines niedrigen Ölpreises. Dennoch scheint sich die Ölwirtschaft auf einen dauerhaft niedrigeren Ölpreis einzustellen. Denn der Preiskampf, den die Opec, allen voran Saudi-Arabien, mit den USA führt, könnte länger dauern.

Die Fracking-Produktion bricht nicht schnell ein, die Produktionszahlen sinken langsam. Hinzu kommen die niedrigen Zinsen in den USA. Noch hat die US-Fed keine Zinswende beschlossen. Steigen die Zinsen in den USA, werden die derzeit hoch verzinsten, riskanten Anleihen für Fracking-Unternehmen weniger attraktiv. Denn Pleiten in der Fracking-Industrie sind derzeit sehr wahrscheinlich. Also könnte auch eine Zinswende in den USA der Fracking-Industrie den Todesstoß versetzen. 

Es kommt nun darauf an, wie lange die Opec und die USA diesen Preiskampf durchhalten. Außerdem könnte innerhalb von acht Monaten nach Aufhebung der Sanktionen der Iran noch eine Rolle spielen: Dort lagern immer noch Millionen Barrel unverkauftes Öl. Damit könnte der Markt erneut geflutet und der Preis weiter gedrückt werden. Dies bestätigt auch das Wall Street Journal. Für Heizölkäufer bedeutet dies, dass das Öl über längere Sicht günstiger bleiben wird. Um jedoch das Maximum an Ersparnis zu erhalten, sollten sie den Preis täglich beobachten. Denn Marktgesetze wie noch vor einigen Jahren zählen derzeit nicht mehr.

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