Ölpreis im Sinkflug, Brasilien versteigert Förderrechte

Volle Öltanks in den USA lassen Leitsorten Brent und WTI sinken. Auch schwache Arbeitsmarktdaten beeinflussen den Ölpreis.

25.10.2013

Während der DAX einem neuen Allzeithoch entgegen jagt, backen die Rohölhändler eher kleinere Brötchen: Seit Mitte der Woche sinken sowohl die Preise für ein Barrel der Nordseesorte Brent wie auch für die US-Leichtölsorte WTI. Maßgeblich dafür verantwortlich sind die vollen Öltanks im US-Zentrallager von Cushing. Nachdem das Department of Energy nach der Zwangspause wegen der Haushaltsstreitigkeiten zwischen Republikanern und Demokraten wieder arbeitet, hat es prompt neue Zahlen veröffentlicht, die von massiv steigenden Lagerbeständen ausgehen. Ein kurzes Zwischenhoch für Brent lag in positiven Zahlen der chinesischen Wirtschaft begründet, wie das Handelsblatt berichtet, die sich auf Wachstumskurs befindet und damit jede Menge Öl gebrauchen kann.

Rohöl und Gasöl preislich unter Druck, das freut den Heizölkunden, der zudem auch noch von schwachen US-Arbeitsmarktdaten, damit einem schwachen Dollar und einem sehr robusten Euro profitiert. Die Eurozone befindet sich zwar auf Kurs hinaus aus der Finanzkrise, aber noch steht der zaghafte Aufschwung auf tönernen Füßen, so die "Welt"-Wirtschaftsredaktion. Dennoch war diese Woche insgesamt positiv für die Heizölkunden zu werten, und es könnte Anfang kommender Woche so weitergehen.

Geändert haben sich dagegen die Zeiten in Brasilien, wo ein Ölfeld erstmals an ein Ölkonsortium zum Schnäppchenpreis von acht Milliarden Dollar versteigert worden war - bestehend aus Total, Shell, zwei chinesischen Konzernen und der brasilianischen Staatsfirma Petrobras, wie die NZZ berichtet. Demonstranten hatten gegen den Ausverkauf der nationalen Energieressourcen protestiert, doch letzten Endes hat sich der Staat durch Beteiligung der staatlichen Ölfirma Petrobras und die verpflichtende Abtretung von mehr als 40 Prozent der Ölgewinne an Brasilien einen großen Anteil gesichert. Ob die Rechnung allerdings aufgeht, bleibt abzuwarten: die Förderung des Öls ist sehr aufwendig - daher sollten ausländische Investoren mit ins Boot -, doch die Regierung verspricht sich davon eine Steigerung der brasilianischen Gesamt-Fördermenge um mehr als 30 Prozent pro Tag.

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