Ölpreis könnte Deflation beschleunigen

Ist eine Deflation tatsächlich möglich? Opec schwächt mit Aussage den Ölmarkt.

12.12.2014

Für Autofahrer und Heizölkäufer ist jetzt schon Weihnachten. Die niedrigen Preise verschaffen beiden mehr Geld in der Tasche. Derzeit ist das Konsumklima in Deutschland gut, eine Stütze der Konjunktur, und die geringen Energiepreise könnten diese weiter voranbringen. Allerdings birgt die Gesamtlage derzeit auch Gefahren. Denn noch immer ist die Inflation extrem niedrig, die Gefahr einer Deflation besteht noch immer. Das Warten auf noch niedrigere Preise könnte bereits jetzt einige Heizölkäufer erfasst haben, solange die Tankanzeige zu Hause noch im grünen Bereich liegt. 

Erstmals seit Juli kostet Rohöl weniger als 60 Dollar pro Barrel, meldet nun das Wall Street Journal. Außerdem belastet die Prognose der Opec, die Nachfrage nach Öl könnte sich 2015 weiter abschwächen, zusätzlich den Markt. Die entscheidende Frage bleibt, wie lange sich die Fracking-Industrie auf dem amerikanischen Kontinent dauerhaft niedrige Preise aushalten kann und ab welchem Barrelpreis das Fracking flächendeckend unrentabel wird. Denn das bleibt das Ziel der Opec: das Austrocknen der amerikanischen Schieferölindustrie. 

Immerhin werden Investoren bereits nervös. Laut Handelsblatt vernichtet der niedrige Ölpreis bereit Milliarden US-Dollar, die Prognosen für die Ölförderung in den USA wurden bereits gesenkt - erste deutliche Reaktionen auf den Preiskampf. Zum ersten Mal sollen auch Stellen abgebaut werden, der Konzern BP hat dies nach Angaben von Spiegel Online angekündigt.  Könnte also ein niedriger Ölpreis die Gefahr einer Deflation weiter anheizen? 

EZB-Chef Mario Draghi will dieser Gefahr entschieden entgegentreten. Das hat er bereits im November verlauten lassen, wie das Manager Magazin schreibt. Denn die Kreditklemme, in der viele europäische Länder stecken, bleibt offenbar weiter bestehen, und das trotz Strafzinsen auf gehortetes Geld mancherorts. Dabei gilt allerdings auch die lockere Geldpolitik der Notenbanken für manchen Ökonomen als einer Deflation zuträglich, so die Neue Zürcher Zeitung. Fallende Ölpreise könnten ebenfalls zu einer Deflation beitragen, denn es sind vor allem die niedrigen Ölpreise, die derzeit die Inflation purzeln lassen.

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