In der Krise

Ölproduktion in den USA steigt weiter an. Investoren kehren dem Euro den Rücken zu.

10.10.2014

Der Öl- und Heizölpreis fällt ungeachtet der weltweiten Krisen weiter. Das könnte das Wachstum in der Eurozone ankurbeln, doch wird Öl derzeit kaum nachgefragt, das Überangebot bleibt bestehen. Auch die Nachfrage in den USA sinkt nach jüngsten Berichten der US-Energiebehörde EIA. Demnach wird in der kommenden Wintersaison laut Prognosen 27 Prozent weniger Gas und 15 Prozent weniger Öl verbraucht werden. Außerdem steigt die Ölproduktion in den USA weiter. Mittlerweile werden dort 8,7 Millionen Barrel Öl pro Tag gefördert, die höchste Produktion seit 1986. 2015 soll sie auf 9,5 Millionen Barrel pro Tag steigen. 

Das setzt den weltweiten Ölmarkt weiter unter Druck. In den Fokus der Opec-Staaten rückt mehr und mehr Asien, denn Öl findet auch in den Staaten der OECD weniger Abnehmer. Das stellt auch mehr und mehr die Kartellmacht der Opec in Frage, so das Manager Magazin. Gelagert wird das zu viel geförderte Öl schon auf Tankern auf hoher See. Der Preisverfall macht den Förderstaaten mehr und mehr Sorgen, denn oftmals ist der staatliche Haushalt zu einem hohen Prozentanteil vom Erdölexport abhängig. 

Auch der starke Dollar macht dem Ölpreis zu schaffen, so die Neue Zürcher Zeitung. Dennoch hat die US-Fed jüngst die Zinsanhebung in die Zukunft verschoben. Alleine die Aussicht aber beflügelte wieder die Märkte, doch nur kurzfristig. Sicher ist, dass Investoren mehr und mehr dem Euro den Rücken kehren - in Erwartung höherer Erträge im US-Dollar. Das könnte den Euro über Jahre hinweg schwächen und damit die Preise für Benzin und Heizöl auch in Deutschland trotz des niedrigen Ölpreises auf relativ hohem Niveau halten. 

Wichtig für die EZB bleibt jedoch nach wie vor das Preisgefüge. Trotz niedriger Leitzinsen von 0,05 Prozent und einem gewaltigen Kapitalstock bei den europäischen Banken droht eine Deflation. Um Vertrauen zu schaffen und den Banken Risiken abzunehmen, sollen nun auch Schrottpapiere aufgekauft werden. Experten warnen jedoch davor. Ein niedriger Euro aber hilft dem europäischen Export, sodass die EZB weiterhin Interesse daran hat, dass der Kurs dauerhaft niedrig bleibt.

Heizöl-Preisrechner

Laptop Preismail

Die comoil-Preismail

Sie erhalten eine E-Mail mit dem aktuellen Heizölpreis für Ihren Lieferort und Ihre Bestellmenge. Täglich, alle 3 Tage, wöchentlich oder alle 2 Wochen, ganz wie Sie wollen. Einfach mal ausprobieren.

Mehr erfahren

Handy Preisalarm

Der comoil-Preisalarm

Automatisch melden wir uns per E-Mail bei Ihnen, wenn der von Ihnen festgelegte Preisbereich über- bzw. unterschritten wird. Natürlich aktuell und abgestimmt auf Ihren Lieferort und Ihre Bestellmenge.

Mehr erfahren

Der comoil Heizöl Newsletter

Newsletter

Der comoil Heizöl-Newsletter "comoil kompakt" informiert Sie in unregelmäßigen Abständen rund um das Thema Heizöl. "comoil kompakt" ist selbstverständlich kostenlos und unverbindlich.

Newsletter abonnieren