Opec bleibt bei ihrer Strategie

Keine Drosselung der Fördermengen seitens der Opec. Druck aus den USA, Steigerung der Ölmengen durch Fracking.

31.10.2014

Noch immer gibt es keine Anzeichen seitens der Opec, ihre Strategie zu ändern. Statt die Fördermenge zu drosseln, um den Preis wieder hochzutreiben, lassen sich vor allem Irak und Saudi-Arabien auf einen Preiskampf ein - und senken die Preise. Den Grund sieht die Frankfurter Allgemeine in einem Kampf um den Markt, ausgerechnet mit den USA. Die produzieren derzeit genügend Öl mithilfe der Fracking-Methode und bedrohen damit die Stellung des Kartells. Immerhin war die USA lange ein großer Abnehmer von Öl. Das hat sich mittlerweile geändert.

Doch Fracking ist teuer. Je niedriger der Preis, desto unrentabler wird es, Öl aus dem Erdboden zu pressen. Bleibt der Ölpreis dauerhaft niedrig, könnte dies die vielen kleineren Bohrfirmen in den USA erst einmal zur Aufgabe zwingen. Damit wäre die Macht der Opec wiederhergestellt. Völlig einig ist sich die Opec in dieser Politik jedoch nicht. Vor allem Länder aus Südamerika, die zum einem größeren Teil ihren Staatshaushalt aus Ölexporten finanzieren als etwa Saudi-Arabien, könnten sich mittelfristig als Blockadebrecher gerieren. 

Doch auch innerhalb Saudi-Arabiens gibt es Unstimmigkeiten. Wie diese aussehen, hat das Wall Street Journal recherchiert. Zwar scheint das Land seine Produktion nicht unbedingt zurückzufahren, allerdings lagert es große Mengen Öl ein. Ziel dieser Politik ist es, den Einflussfaktor Schieferöl aus den USA vom Markt zu drängen oder zumindest zu schwächen. Profiteure dieser Politik sind allerdings nicht die Verbraucher. Denn die schwierige Wirtschaftslage in Europa zwingt die EZB weiterhin dazu, auf einen sinkenden Euro zu setzen, um die Exportwirtschaft anzukurbeln. 

Angesichts einer nun offiziell verkündeten Phase, in der die US-Fed ihre Anleihekäufe zurückfahren wird, wächst die Zuversicht der Investoren in die US-Wirtschaft in gleichem Maße. Sie investieren eher dort und hoffen auf höhere Renditen als im derzeit schwachen Europa. Es bleibt die Frage, wer im Machtkampf ums Öl den längeren Atem hat: Geht der durch kleine und mittelständische Betriebe geprägten US-Frackingwirtschaft schneller der Atem aus? Oder setzen sich die Sorgen um die Staatshaushalte der Opec-Länder eher durch? 

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