Opec einigt sich

OPEC trifft Abkommen in Algerien.

30.09.2016

Obwohl Kommentatoren es nicht für möglich gehalten haben, haben sich die Opec-Staaten nun doch geeinigt: Auf einer Konferenz in Algier beschlossen die erdölfördernden Staaten, die Ölfördermenge um 750.000 Barrel pro Tag zu drosseln. Nach fast zwei Jahren anhaltender Niedrigpreise ein einschneidender Entschluss. Dieser brachte den Ölmarkt sofort zum rotieren. Die Preise für die Leitsorten schossen in die Höhe. Konkretes darüber, wie der Deal im Detail aussieht, ist jedoch nicht bekannt. Drei Opec-Länder sollen allerdings von den Kürzungen verschont bleiben: Iran, Nigeria und Libyen. Kurzfristig mag die Überraschung die Preise gepusht haben, aber mittelfristig könnte sich diese Euphorie aufgrund der bestehenden Unsicherheiten legen. Der Heizölpreis aber dürfte wieder zulegen. 

Die FAZ hält diese Einigung für bahnbrechend. Dennoch geht es nun zuerst darum, herauszufinden, welches Land seine Produktion um wieviele Barrel zurückfährt. Möglicherweise wird Saudi-Arabien den Löwenanteil dieser Produktionskürzung übernehmen. Wer wieviel kürzt, soll im November auf der nächsten ordentlichen Sitzung der Opec-Staaten in Wien diskutiert werden. Damit endet zunächst ein globaler Preiskampf, der zahlreiche Konzerne und Staaten arg in Mitleidenschaft gezogen hat. Die Einigung könnte allerdings noch scheitern, wenn sich die erdölexportierenden Länder nicht auf einen Kürzungsplan einigen können.

Wie schnell nun die Preise steigen, hat das Nachrichtenportal von N-TV zusammengestellt: Demnach könnte der Preis Anfang kommenden Jahres um sieben bis zehn Dollar steigen, heißt es. Dennoch solle die Einigung nicht überbewertet werden, warnen Experten. Denn auch andere Staaten, die nicht zur Opec gehören, wie beispielsweise Russland, müssten bei der Drosselung mitziehen, damit sie wirkt. Auch die USA sind ein Zünglein an der Waage. Denn wenn der Preis nun steigt, können die zuvor wegen des niedrigen Preises geschlossenen Bohrlöcher in den USA wieder geöffnet werden - dann könnten die USA wieder selbst zu günstigeren Konditionen Öl pumpen. Der Plan Saudi-Arabiens, dies durch den Preiskrieg zu verhindern, wäre dann gescheitert. Denn die Opec hat keinerlei Sanktionsinstrumente, um das Nichteinhalten einer Förderbegrenzung zu kontrollieren.

Wie Analysten den Deal bewerten, hat das Handelsblatt zusammengestellt. Auch die Wall Street und der Dax profitierten von der Einigung. Vor allem Energiekonzerne können nun wieder auf höhere Gewinne hoffen. Hinzu kommen die Ölförderländer, deren Staatseinnahmen zu einem großen Teil vom Ölgeschäft abhängen, zum Beispiel Nigeria, Venezuela und Russland. Sie dürften insgeheim aufatmen, dass durch den Deal die Preise wieder steigen. Für Heizölkäufer bleibt nun abzuwarten, wie sich der Ölmarkt verhält. Kurzfristig wird er wahrscheinlich den Preis der Leitsorten erhöhen, in Euphorie des Deals, allerdings bleiben die Fakten nach wie vor gleich: Es gibt erst einmal noch zu viel Öl und zu wenig Nachfrage. Der Deal kurz vor der Heizperiode treibt allerdings den Heizölpreis an. Ob er letztlich wieder zurückfällt, wenn die USA ihre Ölbohrplattformen wieder anwerfen, ist fraglich. Außerdem gibt es Irritationen über die Rolle des Irak, der mit den Kürzungen nicht einverstanden sein dürfte, wie das Portal OilPrice.com schreibt.

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