Opec stützt den Ölpreis

Leitsorten-Preis bewegt sich in einem engen Korridor. Iran-USA-Konflikt im Fokus.

03.02.2017

Nachdem sich die offiziellen Zahlen mit denen der Prognosen deckten, ist der Ölpreis in dieser Woche dennoch gestiegen: Das API hatte ein deutliches Plus in den US-Tanks vorausgesagt, das Department of Energy hat sie nun bestätigt. Demnach verzeichnete die Behörde 6,5 Millionen Barrel mehr. Die trotzdem steigenden Preise liegen nicht zuletzt an den Meldungen der Opec, wonach die Förderkürzung offenbar wirkt. Der Irak produziert mittlerweile die festgelegte Barrel-Zahl weniger pro Tag, so die Opec, und auch die Exporte des Landes sinken, berichtet "Iraq Oil Report". Seitdem die Förderbegrenzung der Opec und einiger wichtiger Nicht-Opec-Staaten zu greifen scheint, sackt der Ölpreis auch nicht mehr massiv ab. Die Maßnahme stützt ihn, sorgt aber gleichzeitig auch nicht für eine erkennbare Steigerung des Preises. Vielmehr pendelt der Preis ständig in einem engen Korridor. 

Der höhere Ölpreis manövriert nun auch die Ölmultis weltweit langsam aber sicher wieder auf sicheres Terrain. Laut Handelsblatt erreicht der US-Konzern Chevron wieder die Gewinnzone. Im vergangenen Jahr war er in die roten Zahlen gerutscht. Dies geschah trotz harter Einsparmaßnahmen und der Entlassung tausender Mitarbeiter. An den Börsen weltweit nimmt mittlerweile die Unsicherheit über Donald Trumps Politik zu. Die Wall Street steht unter Druck, der Dax verlor ebenfalls diese Woche, konnte am Ende jedoch wegen guter Bilanzen einiger Unternehmen wieder Boden gut machen. Hinzu kommt, dass sich der Ton zwischen dem Iran und dem Weißen Haus nach einem Tweet von Präsident Trump aufgrund eines Raketentests der Islamischen Republik verschärft hat. Auch das Verhältnis dieser beiden Staaten könnte also künftig wieder verstärkt in den Fokus rücken. 

Der Iran kehrt wieder auf internationales Parkett zurück, nachdem das Embargo gegen das Land seitens der EU und der USA im vergangenen Jahr aufgehoben worden war. Die Atombehörde IAEA hatte bestätigt, dass sich der Iran daran halte, keine Atomwaffen zu produzieren. Nach zähen Verhandlungen war aus Sicht des Iran der Durchbruch geschafft. Auch US-amerikanische und EU-Unternehmen erhofften sich nun wieder bessere Beziehungen und Geschäfte mit dem Land. Die ultrakonservative Politik der neuen Trump-Regierung könnte diese gefährden. Denn bereits im Wahlkampf hatte Donald Trump das Abkommen mit dem Irak als katastrophal bezeichnet. Möglich, dass die US-Regierung nun nach Möglichkeiten sucht, um nachzuverhandeln, während der Iran Trump mit dem Raketenstart testet, so N-TV.

Unbeeindruckt davon erholt sich die US-Schieferölindustrie langsam aber sicher. Auch neue Ölbohrlöcher kommen nun jede Woche hinzu. Während die kleineren Firmen, die dem vergangenen Preiskampf effizienter und fitter entstiegen sind, wieder die Bohranlagen anwerfen, bleiben die großen Multis noch vorsichtig. Sie hatten in deutlich größere Megaprojekte investiert, die schwieriger wieder anzugehen sind als die Vielzahl kleinerer Bohrvorhaben in den USA, so Oilprice.com. Für die großen Ölfirmen heißt diese Situation nun, dass sie sich zuerst um ihre Finanzen kümmen müssen, bevor sie diese Projekte wieder starten.

Die Zinsen sind dafür noch günstig in den USA, sie bleiben erst einmal unverändert, hat die US-Fed in dieser Woche beschlossen. Janet Yellen will erst einmal abwarten, was die neue Trump-Administration mit den Märkten macht. Der neue US-Präsident hat bereits eine Fehde mit der Fed-Chefin laufen, da er für seine gewaltigen Infrastruktur-Modernisierungsmaßnahmen viel Geld zu günstigen Konditionen am Markt benötigt. Steigende Zinsen würden dieses Vorhaben verkomplizieren. Eine Entscheidung über höhere Zinsen ist nun erst einmal vertagt, wie das Manager Magazin schreibt, im März könnte diese erneut anstehen. 

 

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