Positive Reaktionen

Neuer Konflikt zwischen Moskau und Riad könnte am Horizont drohen.

07.04.2017

Das Klima am Markt ist freundlich für die Händler, entsprechend steigt der Preis. Die Spekulationen, wonach die Förderkürzung Mitte des Jahres verlängert wird, verfangen. Auch Russland hat seine Förderung gedrosselt, so das Handelsblatt, und die Opec verkündet, dass die Öllager weltweit leerer werden. Ein frommer Wunsch noch derzeit, exportieren die Opec-Staaten doch noch immer extrem viel Öl. Das dürfte die Pegel so schnell nicht sinken lassen. Dennoch könnte es funktionieren, fünf Opec-Länder haben bereits signalisiert, dass sie einer noch drastischeren Kürzung der Produktion zustimmen könnten. Das meldet das Handelsblatt. Klar preistreibend am Ende der Woche war allerdings auch der US-amerikanische Angriff auf eine syrische Luftwaffenbasis. Die syrische Armee soll aus US-Sicht mit Giftgas Rebellen angegriffen haben. Syrien bestreitet dies, Russland sprang dabei seinem Partner Assad zur Seite.

Das Gezerre von Ölproduzenten aus Opec-Staaten und den USA geht also in eine neue Runde. Denn noch immer besitzt Amerika Rekordsummen an Öl. Außerdem steigt die Zahl der Bohrtürme weiter. Baker Hughes spricht mittlerweile von mehr als 800 Bohrtürmen in den USA. Je mehr Öl die USA fördern, desto mehr Öl fließt wieder in den Markt. Erklärtes Ziel der Vereinigten Staaten ist es jedoch, sich selbst zu versorgen. Entsprechend dürfte die hohe Produktion nicht viel ausmachen. Doch exportieren die USA neuerdings wieder Öl und fallen als Abnehmer für Opec-Öl zunehmend aus. Dies wiederum bedeutet, dass die übrigen ölproduzierenden Länder sich neue Abnehmer suchen müssen. Der Kampf um Marktanteile in der übrigen Welt, in Europa und Asien, könnte also erst beginnen.

Die Protagonisten eines solchen Kampfes: Saudi-Arabien und Russland, neben den USA die weltweit größten Ölproduzenten. Das schreibt jedenfalls das Portal Oilprice.com. Solange diese beiden Marktteilnehmer miteinander zusammenarbeiten, halten sie den Preis stabil. Geopolitische Risiken und interne Sicherheitsprobleme halten Produzenten wie Libyen, Nigeria und Venezuela klein, sie spielen nur noch eine untergeordnete Rolle. Opec-interne Rivalen wie Iran und Irak versuchen jedoch ihre Marktanteile zu erhöhen. Auch Riad exportiert deutlich mehr Öl, muss sich jedoch vor allem gegen russische Verkäufe auf dem europäischen und asiatischen Markt wehren. Auf diese Weise bedroht sich Saudi-Arabien durch die Förderdrosselung nun selbst.

Nun will Riad neue Marktanteile in Europa erobern, indem es seine Preispolitik ändert. Das soll ab 1. Juli geschehen. Damit stößt es weiter in russische Markteinflussphären vor, denn der europäische Markt war bislang vor allem russisches Einflussgebiet. Durch die geringeren Abnahmemengen in Asien und den Ausfall der USA muss sich Saudi-Arabien also neue Abnehmer suchen und dies läuft auf eine Konfrontation mit Russland hinaus. Wie diese verläuft, ist derzeit schwierig vorauszusehen. Der saudische Staatskonzern Aramco will teilweise an die Börse. Ein Generationenwechsel ist in Riads Machtzentrum im Gange. Und Präsident Putin wird vermutlich im kommenden Jahr wiedergewählt - doch dabei geht es eher darum, mit wie viel Prozent Zustimmung er rechnen kann.

Derweil produziert die USA munter weiter, mit effizienten Methoden, die sogar bei 50 Dollar pro Fass noch lukrativ sind, so CNBC. Sie halten den Preis relativ stabil. Eine gute Nachricht für Heizölkäufer. Dennoch bleibt abzuwarten, wie die übrigen Ölproduzenten mit der veränderten Situation zurechtkommen und vor allem, ob sie es schaffen, eine Verlängerung der Förderkürzung in den kommenden Monaten festzuzurren.

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