Preis auf Achterbahnfahrt

Börsenauswirkungen nach Cameron-Rücktritt. Aktivisten sprengen Ölpipelines in Nigeria.

15.07.2016

Nachdem sich die Nachfolgefrage in London schneller als erwartet geklärt hatte, trat Premier David Cameron am Mittwoch zurück. Das hat er Anfang der Woche angekündigt. Seine Nachfolgerin wird Innenministerin Theresa May, die mit Johnson und Davis zwei Brexit-Befürworter zu hochrangigen Ministern machte. Davis soll als "Brexit-Minister" die Verhandlungen mit Brüssel führen. May obliegt nun die Aufgabe, nicht nur ihre Partei, sondern auch ganz Großbritannien wieder zu vereinen. Die Auswirkungen des Votums sind an den Börsen noch immer sichtbar. Investitionen werden zurückgehalten, da die Sachlage nicht klar ist. Die EU will hart verhandeln, wann jedoch London das formelle Austrittsgesuch abliefern wird, ist nicht bekannt. Davon macht Brüssel den Start der Austrittsverhandlungen abhängig. Doch auch May gibt sich eisern, so die "Zeit". 

Die US-Lager sind extrem voll derzeit und das Gezerre um den Brexit trägt nicht zu Beruhigung des Marktes bei. Gleichzeitig steigen die Ölbohrvorhaben in den USA: Nach Angaben des Wall Street Journals unter Berufung auf den Ausrüster Baker-Hughes kletterte die Zahl der Bohrlöcher wieder etwas in die Höhe. In Nigeria sprengen derweil militante Aktivisten noch immer Ölpipelines in die Luft und schränken damit den Output des Landes deutlich ein. Sollten sich die Ölpreise wieder erholen, könnten auch wieder mehr Bohrlöcher in den USA zu vernünftigen Preisen angezapft werden. Das erhöht das Angebot, verbilligt wiederum den Preis und führt dazu, dass die USA auf diese Weise den Ölpreis, auch für Heizölkunden, tendenziell niedrig halten.

Nach Opec-Angaben ist der Output der Organisation erneut gestiegen. Grund dafür ist vor allem der Iran, der seine Fördermengen auf ein Niveau von vor dem Embargo anheben will, bevor er über Förderbegrenzungen verhandelt. Nach Angaben des Industriemagazins warnte Ölminister al-Falih vor den Folgen billigen Öls. Demnach könnten anhaltend niedrige Ölpreise die Investitionen in neue Ölquellen gefährden. Der Minister ist zeitgleich Chef des saudischen staatlichen Ölkonzerns Aramco. Al-Falih nannte die Preisspanne zwischen 50 und 100 Dollar als Optimum. Das Königreich will seine Wirtschaft künftig von den Einnahmen des Öls unabhängig machen. Daher soll ein Teil Aramcos an die Börse. Es wäre der größte Börsengang der Geschichte.

Zum ersten Mal erhält Deutschland Zinsen, wenn es sich Geld leiht. Das meldete der "Spiegel". Denn die Zinsen für zehnjährige Bundesanleihen sind im negativen Bereich. Die nun ausgegebene Anleihe habe einen Zins von -0,05 Prozent, so der "Spiegel". Zurückzuführen ist dies auf die extrem lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Die flutet den Markt weiterhin mit frischem Geld und hat die Leitzinsen im März auf Null gesenkt.

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