Preis bleibt niedrig

Überproduktion an Rohöl bewirkt volle Lager. Saudi-Arabien stabilisiert seine Wirtschaft.

05.08.2016

In dieser Woche haben zunächst die US-Lagerzahlen den Preis getrieben. Zunächst sah es zwar nicht so aus, allerdings haben die massiven Lagerabbauten bei Benzin die Hoffnung auf sinkende Ölmengen in den USA etwas genährt und den Preis damit verteuert. Das meldete der Sender CNBC. In Sachen Rohöl sind die US-Lager aber noch voller geworden. Im Augenblick verfügen die USA über Reserven von 522 Millionen Barrel Rohöl, 1,4 Millionen mehr als in der Vorwoche. Damit lagern die Vereinigten Staaten weiterhin Rohöl in Rekordhöhe ein, während der Rig Count, die Zahl der Ölbohrstationen, nach Angaben des Branchendienstes Baker Hughes weiter steigt. In dieser Woche kamen international Ölbohrplattformen hinzu, davon in den USA allerdings nur eine.

Noch immer ist die Überproduktion hoch, die Lager voll. Um die Verluste wegen des niedrigen Ölpreises auszugleichen, muss sich die Industrie etwas einfallen lassen. Chevron beispielsweise will nun Teile seines Asien-Geschäftes verkaufen. Dadurch sollen mehr als fünf Milliarden Dollar erlöst werden, berichtet das Handelsblatt. Chevron war durch die Preiskämpfe massiv unter Druck geraten und hatte zuletzt milliardenschwere Verluste verbuchen müssen. Auch Exxon leidet wegen der aktuellen Situation unter Umsatzeinbußen von 22 Prozent.

Trotz des relativ niedrigen Ölpreises stabilisiert Saudi-Arabien indessen seine Wirtschaft. Das meldet OilPrice.com. Es geht nicht nur um den Umbau der heimischen Wirtschaft, weg vom Öl, weshalb die staatliche Saudi-Aramco teilweise an die Börse gehen soll. Mittlerweile hat das Königreich sein Defizit wegen des niedrigen Öls etwas verringern können. Dennoch bleiben die Ausgaben vergleichsweise hoch, weil der Staat eine gewichtige Rolle in der Wirtschaft des Landes spielt. Außerdem sind die sozialen Ausgaben massiv, um die Bevölkerung bei Laune zu halten. Ewig kann sich das Land trotz großer Devisenreserven keinen solch niedrigen Ölpreis leisten.

Niedrige Ölpreise sind aber auch nach wie vor ein Übel für die Bemühungen der Europäischen Zentralbank, die Inflation zu heben. Das schreibt unter anderem die Frankfurter Rundschau. Niedrige Energiepreise sind ein Hauptgrund dafür, dass die Inflation derzeit bei fast null Prozent im Euroraum herumdümpelt und von den laut EZB erforderlichen fast 2 Prozent weiter entfernt bleibt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex zeigt nach Angaben des Forschungsinstitutes immerhin eine weitere Erholung der Konjunktur im Euroraum, jedoch lasse sie eine gewisse Dynamik vermissen.

Insgesamt also eine eher gute Ausgangslage für Heizölkunden. Die Preise könnten noch eine Weile so niedrig bleiben. Das Überangebot bleibt hoch, vor allem, da die preistreibenden Ausfälle, zum Beispiel durch die Waldbrände in Kanada, mittlerweile wieder kompensiert sind. Der Iran produziert weiter, um auf seine angestammte Position im Welthandel zurückzukehren, während Russland und Saudi-Arabien ebenfalls Rekordmengen fördern, um Marktanteile zu erobern und zu halten. 

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