Preis tritt auf der Stelle

Unterschiedliche Kräfte zerren an den Leitsorten. Halliburton erhöht Preise.

28.10.2016

Die Preise der Leitsorten haben sich in dieser Woche kaum von der 50-Dollar-Marke entfernt - zu unterschiedlich sind die Meldungen, die Druck in verschiedene Richtungen aufbauen. Die Spekulationen, wonach die Opec Ende November auf ihrer Konferenz in Wien zu einer Einigung kommen wird, scheinen den Preis zu stabilisieren. Die Chancen standen anfangs gut. Trotz der Euphorie am Markt trüben jetzt Meldungen aus dem Irak die Stimmung. Dort kämpfen Koalitionstruppen des Iraks zusammen mit kurdischen Peschmerga gegen den sogenannten "Islamischen Staat" und um die nordirakische Stadt Mossul.

Der Irak ist eines der größten Erdölförderländer der Opec. Deshalb will der Irak auch von der geplanten Förderkürzung ausgenommen werden, so Medien wie CNBC. Nach Informationen des Handelsblattes soll mit dem Geld aus dem Ölverkauf der Kampf gegen den IS finanziert werden. Das könnte negativen Einfluss auf den Ölpreis haben - und damit auch auf den Preis für Heizöl. Andererseits sind die am stärksten vom niedrigen Ölpreis betroffenen Förderländer daran interessiert, den Ölpreis hochzuhalten. Nach Medienberichten will das durch den Ölpreis und Misswirtschaft schwer in Mitleidenschaft gezogene Venezuela eine Allianz für einen höheren Ölpreis schmieden. Dabei schlägt Präsident Maduro zu Hause ein rauer Wind entgegen: Die Opposition fordert immer lauter die Amtsenthebung Maduros und eröffnete nun einen Prozess gegen den amtierenden Präsidenten, wie die Deutsche Welle berichtet.

Doch der aktuelle Ölpreis könnte die Lage der Industrie etwas entspannen. Laut Wallstreet Online scheinen auch die Zulieferfirmen der Ölindustrie mittlerweile wieder besser aufgestellt. Investors Business Daily berichtet, Halliburton möchte sogar Preiserhöhungen durchsetzen, nachdem die Firma 5.000 Stellen abgebaut hatte. Konkurrent Schlumberger hatte inder Krise Discount-Preise angesetzt, um Kunden zu gewinnen. Mit einem Preisanstieg für Rohöl erhöhen sich auch die Chancen für die USA, wieder ins eigene Ölfördergeschäft zu investieren. Dennoch blickt Halliburton abwartend auf das erste Quartal 2017. Erst dann erwartet der Zulieferer höhere Ölpreise.

Gebohrt wird trotzdem weiter: Im Kaspischen Meer beginnt nach langen Verzögerungen nun die Ausbeutung des sogenannten Kasachgan-Ölfeldes. Mehrere internationale Ölkonzerne sind daran beteiligt, meldet die FAZ. Das Ölfeld ist die größte Neuentdeckung seit Ende der sechziger Jahre. Kasachgan soll in zwei Jahren 370.000 Barrel Öl täglich fördern. Es fließt also weiter Öl auf den Markt, die Förderländer fördern weiter Rekordvolumina aus dem Boden oder dem Meer. Eine Quotenkürzung ist noch lange keine ausgemachte Sache, so das Handelsblatt. Doch allen voran Saudi-Arabien kämpft dafür, dass eine Kürzung durchgesetzt werden kann. Die Finanzen der Monarchie in Riad sind angeschlagen, wenn auch weit von alarmierenden Zahlen entfernt. Dennoch hat das Land erstmals in seiner Geschichte Anleihen ausgegeben.

Am 30. November treffen sich die Opec-Länder zu ihrer ordentlichen Konferenz in Wien. Dort wird darüber verhandelt werden, welches Land wieviel Barrel kürzt. Durchgesetzt werden kann diese verkürzte Quote jedoch nicht, die Opec besitzt keine Sanktionsinstrumente, um säumige Mitglieder zu strafen. Auch deshalb bleiben Zweifel, dass die Kürzung kommt. Vieles wird davon abhängen, wie weit der Irak mit der Einnahme Mossuls ist. Die Kampfansage des Irak an die Opec ist taktischer Natur, welche Auswirkungen sie haben wird, erfahren Heizölkäufer spätestens Anfang Dezember.

 

 

 

 

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