Preisdruck bleibt länger bestehen

Neuer Konkurrent für Saudi-Arabien. Schwacher Ölpreis bringt Stellenabbau mit sich.

31.07.2015

Das weltweite Überangebot an Rohöl bestimmt weiter den Preis. Und bald kommt der Iran hinzu. Schon vor Unterzeichnung des Atomabkommens begann der Iran damit, Tanker in Richtung Asien zu entsenden, um sie gegebenenfalls schnell entladen zu können, berichtet die Financial Times. Das Land verfügt über die größte Tankerflotte der Welt. Geschätzte 40 bis 50 Millionen Barrel Öl sind derzeit auf Schiffen gelagert, so Schätzungen von Experten. Jetzt kommt es darauf an, wie der Iran sein Öl verkauft. Der ohnehin schwache Ölpreis wird durch die Aussichten auf das nun freigegebene Öl aus dem Iran nach dem Embargo weiter belastet - gute Aussichten für Heizölkäufer also. Dabei ist dies nur eine vorweggenommene Reaktion des Marktes auf künftige Ereignisse. Denn noch spielt der Iran in Sachen Ölförderung nur eine untergeordnete Rolle, bei maximal einer halben Million Barrel Fördervolumen pro Tag.

In dieser Woche erholten sich die Ölpreise wieder etwas, dies vor allem durch die gesunkenen Reserven in den USA. Vier Millionen Barrel weniger verzeichnete die EIA, während die Bohrvorhaben im Land allerdings wieder etwas zunahmen. Der Preiskampf mit den Opec-Staaten geht also noch nicht auf. Saudi-Arabien muss nun, nach dem Ende des Embargos gegen den Iran, erneut den Konkurrenten aus dem Osten fürchten. Der Preiskampf sowie der Krieg, den das Land im Jemen führt, hatte Saudi-Arabien als regionale Macht weiter gestärkt. Ab sofort aber ist der Iran nicht nur auf diplomatischem Parkett, sondern auch wirtschaftlich wieder im Kommen. Dies berichtet auch das Wall Street Journal.

Auch die Ölkonzerne bleiben von dem schwachen Ölpreis nicht verschont. Der französische Total-Konzern kam vergleichsweise glimpflich davon, betrachtet man seine Quartalszahlen, allerdings vor allem durch Einsparungen. Auch Shell springt auf diesen Zug auf - es werden dafür Tausende Jobs gestrichen, meldet "Spiegel Online". Auch der US-Konzern Chevron streicht Stellen, ebenso die britische BP. 

Schwach bleibt jedoch auch die Nachfrage, vor allem aus Asien. Der Wirtschaftsboom in China ebbt ab, Aktienkurse brechen ein, das Investitionsvolumen könnte deshalb sinken. Der Energiehunger des riesigen Landes sinkt. Damit bleibt auch die zuvor rege Nachfrage nach Öl aus China aus. Dies bedeutet für den Ölpreis, dass er auch auf längere Sicht noch niedrig bleiben dürfte. Eine entsprechende Zusammenfassung der aktuellen Situation hat die "Deutsche Welle" verfasst. Wie weit eine Zinsanhebung in den USA den Euro und damit auch den Einkaufspreis für Rohöl in Deutschland tangiert, ist bislang nicht abzusehen.

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