Verliert die Opec ihre Macht?

Keine Erholung des Ölpreises in Sicht. Einigung auf einen Preiskampf bei den Opec-Ländern.

25.10.2014

Es gibt derzeit weiterhin kaum Anzeichen, dass sich der sinkende Ölpreis in den kommenden Tagen wieder nachhaltig erholen wird. Einziges Signal, das den Preis anheizt, ist allein der niedrige Preis. Dieser könnte Investoren dazu verleiten, wieder in Rohstoffe, wieder in Rohöl zu investieren, jetzt, wo sogar der Opec-Preis sehr niedrig liegt. Dennoch scheint die Organisation der erdölexportierenden Länder keinerlei Anstalten zu machen, ihre Produktion zu drosseln.

Der sogenannte Opec-Basket-Preis liegt derzeit bei 81,86 US-Dollar. Gemeinhin gelten 100 US-Dollar als magische Grenze, ab der so mancher Haushalt eines Opec-Landes gefährdet ist. Vor allem Länder wie Venezuela müssen sich Sorgen machen, doch offenbar haben weitere Länder wie Saudi-Arabien genügend auf der hohen Kante. Deshalb gibt es aus dieser Richtung keinerlei Signale, dass die Förderung noch in diesem Jahr gedrosselt werden könnte. Vielmehr scheinen sich die reicheren Opec-Länder auf einen Preiskampf einzulassen.

Ursache für die Verwerfungen innerhalb der Opec sind zum einen die geringe globale Nachfrage bei gleichzeitig hohem Angebot und die US-Ölproduktion. Dies bestätigt auch die New York Times in einer Kolumne. Zieht die Opec jedoch nicht mehr an einem Strang, verliert sie ihre Macht als Marktregulativ - eine der ureigensten Merkmale eines Kartells. Sollte der Preiskampf zwischen den alten und den neuen Opec-Ländern weitergehen, könnte die Opec ihre einzigartige Stellung verlieren - zugunsten der USA und Russland.

Auch die Schweizer Handelszeitung sieht ein kompliziertes Marktgefüge entstehen, wonach die USA binnen kommenden Jahres zum größten Ölförderer der Welt aufsteigen könnte. Mit allen Konsequenzen: Sie könnte sich selbst mit Öl versorgen und zudem exportieren. Angesichts weiter lahmender Weltkonjunktur entgehen den bisherigen Förderstaaten wie Russland und Saudi-Arabien auch dadurch Milliarden. Doch auch die Ölförderung in den USA ist gefährdet. Denn Fracking lohnt sich nur oberhalb einer bestimmten Preisgrenze. Ist diese unterschritten, könnte auch das aufwendig geförderte Fracking-Öl unprofitabel werden. Dies wiederum spielt der Opec in die Hände: Denn ist das Ölfördern innerhalb der USA zu teuer, kaufen diese wieder außerhalb - bei der Opec.

Entsprechend werden die kommenden Wochen und Monate zeigen, inwieweit die Opec ihren Druck auf den Preis aufrechterhalten kann, sprich wer den längeren Atem hat.

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