Rätselraten um Förderbegrenzung

Gespräche zwischen Russland und OPEC zur Förderbegrenzung wohl geplant.

11.03.2016

Fürs Erste ist die Wende im Preisverfall eingeleitet: die Leitsorten steigen wieder tendenziell im Preis. Dennoch ist diese Entwicklung alles andere als robust. Vieles hängt an den Gesprächen zwischen Russland und anderen Ölförderländern, die Interesse an einer deutlichen Preissteigerung haben. Eingeleitet werden soll die durch eine Förderbegrenzung. Gespräche darüber soll es angeblich in den nächsten Wochen geben. Laut "FAZ" spekulierte der russische Energieminister über ein erneutes Treffen von Ölförderländern in den kommenden Wochen. Dennoch hegen die US-amerikanischen Wirtschaftsnachrichten Zweifel daran, dass es soweit kommen wird. So berichtet Bloomberg über die Schwierigkeiten, überhaupt einen Ort und eine Zeit für diese Gespräche zu finden. 

Klar, dass der Iran damit nicht einverstanden ist, kehrte er doch erst kürzlich wieder mit steigenden Produktionszahlen in die Riege der Exportländer zurück. Er lehnt eine Förderbegrenzung weiter ab, berichtet die Schweizer Handelszeitung. Es sind nun vor allem die stotternde US-amerikanische Ölindustrie und jene Gerüchte aus Russland, die den Ölpreis derzeit stabilisieren. Die Ölbohr-Vorhaben in den USA gehen immer weiter zurück. Der Oil Rig Count der Erdöl-Service-Gesellschaft Baker Hughes zählt die geringsten Ölbohr-Vorhaben seit 2009, weniger als 400 in den USA, so der Business Insider. Weil es der Industrie nicht gut geht, versucht sie sich zu konsolidieren - zum Beispiel wird Baker Hughes gerade von Halliburton aufgekauft. Die EU muss allerdings zustimmen.

Seitens der US-Lagerbestände gbit es wohl keine überraschenden Neuigkeiten, sie werden wohl noch eine Weile steigen. Sorgen um China jedoch drücken die Börsen ins Minus, der Im- und Export der Volkswirtschaft dort sinkt seit Jahren kontinuierlich. Der Druck auf China wächst, die Wirtschaft zu reformieren, schreibt die "Zeit". Den europäischen und deutschen Exporteuren schmilzt damit ein wichtiger Markt dahin - klar, dass sie auf Reformen hoffen. Indessen müssen sie sich schnellstens nach neuen Märkten umsehen. 

Billiges Öl hat nicht nur Auswirkungen auf die Börsen. Wie die britische BBC berichtet, nehmen Öltanker mittlerweile die deutlich längere Route am Kap von Afrika vorbei, statt die teuren Gebühren im Suezkanal zu zahlen. Eine weitere Folge billigen Öls. Fazit: Demnach können Heizölkäufer erst einmal mit steigenden Ölpreisen rechnen, bis die Gespräche zwischen Russland und anderen Ölförderern über einen Förderbegrenzung tatsächlich stattfinden. Kommt es zu einer Einigung, würde das den Ölpreis weitergehend stabilisieren, Heizöl würde also teurer. Finden die Gespräche nicht statt oder kommt es zu keiner Einigung, bleibt der Ölpreis unter Druck.

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