Rohölpreis trotzt geopolitischen Risiken

Gute Wirtschaftsaussichten in den USA. Weiterer Lagerabbau geplant.

08.08.2014

Geopolitische Risiken können dem Rohölpreis weiterhin wenig anhaben. Auch in dieser Woche reagierte der Preis eher auf wirtschaftliche Impulse als auf die vielfältigen Krisen. Das kann allerdings umschlagen, wenn es nennenswerte Beeinträchtigungen der Ölversorgung gibt. Der Heizölpreis gab in dieser Woche ebenfalls nach, womöglich haben sich viele Kunden während der vergangenen Niedrigpreisphase eingedeckt, die Nachfrage gibt nicht mehr her.

Mehrere Punkte treiben derzeit den Ölpreis kurzfristig hoch: Zum einen die relativ guten Wirtschaftsaussichten in den USA, wo sich Arbeitsmarktzahlen als überraschend robust erwiesen haben. Hinzu kommt der erneute Vormarsch der Truppen des "Islamischen Staates" im Irak. Die Einnahme eines Staudammes ließ Brent wieder im Preis steigen, meldet der US-Wirtschaftsdienst Bloomberg. Mittlerweile hat sich Präsident Obama entschieden, die Terroristen mit Luftangriffen am Vormarsch auf die irakische Stadt Arbil zu hindern. Zudem sollen Flüchtlinge mit abgeworfenen Gütern aus der Luft versorgt werden.

Preisstützend wirkt ebenfalls der Bericht des amerikanischen Energieministeriums, der einen erneuten Lagerabbau vermeldete. Einfluss nehmen könnte auch die Lage im OPEC-Land Libyen, wo es noch immer Kämpfe in der Hauptstadt Tripolis gibt. Die Briten evakuierten in dieser Woche ihren Botschafter mit einem Kriegsschiff aus der libyschen Hauptstadt, die Phillippinen wollen Gastarbeiter in Libyen ebenfalls mit einem Schiff evakuieren. Geschieht dies, droht der Zusammenbruch des Gesundheitssystems, meldet das Handelsblatt. Diese unsichere Lage könnte die erwarteten Öllieferungen aus Libyen gefährden und den Ölmarkt damit weiter unter Druck setzen.

Auch seitens des Euro kommt keinerlei Entwarnung. Die Wirtschaftsdaten aus der Eurozone lassen derzeit nicht zu, dass sich der Eurokurs wieder nach oben bewegt. Über die Marke von 1,34 US-Dollar kommt er nicht hinaus und sorgt damit ebenfalls dafür, dass der Importpreis von Rohöl relativ teuer bleibt. Noch zeigt sich der Heizölpreis angesichts dieser Gemengelage als relativ günstig, doch das könnte sich kurzfristig ändern.

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