Rückkehr der Fossilenergie?

Trump könnte Kohle, Öl und Gas zu neuer Bedeutung für die USA verhelfen.

18.11.2016

Die erwartete Schockwelle an den Börsen nach Trumps Wahlsieg in den USA ist ausgeblieben. Vielmehr scheinen sich vor allem die amerikanischen Unternehmen auf das extrem wirtschaftsfreundliche Programm des Milliardärs zu freuen. Von diesem Programm existieren allerdings bisher nur oberflächliche Worte, die Trump in seinem ersten größeren Interview wiederholt hat. Im Augenblick schießen vor allem Spekulationen darüber ins Kraut, welche Auswirkungen das grob mit "America first" zu umschreibende Programm Trumps für die amerikanische und die Weltwirtschaft haben wird. Die Sorgen überwiegen, vor allem, was die langfristigen Auswirkungen angeht. Das "Manager Magazin" spricht gar von von einem globalen Risiko.

Vor allem die fossilen Energieträger könnten eine neue Renaissance in den USA erleben. Er will die US-Kohleminen wieder öffnen und das Förderprogramm für Schieferöl ausweiten. Das könnte das Pariser Klimaschutzabkommen gefährden. Wie und warum, hat das Recherchekollektiv "Correctiv" zusammengestellt. So ist die USA noch immer der größte CO2-Produzent der Welt - sollte Trump das Abkommen kündigen, wie er bereits im Wahlkampf durchblicken ließ, würde dies die Bemühungen zur Reduktion von Treibhausgasen massiv beeinträchtigen. Um Trumps Ziel zu verwirklichen, wird ein ausgewiesener Klimawandelskeptiker Chef der Umweltschutzbehörde in den USA. Und sie vermutlich abschaffen.

Die nun zu Ende gegangene Klimakonferenz im marokkanischen Marrakesch soll dem ein Zeichen entgegensetzen. Viele Staaten haben dort eine Erklärung unterzeichnet, wonach sie bis 2050 Kohle und Erdöl als Energieträger ersetzt haben werden. Die "Deutsche Welle" spricht gar davon, dass Afrika das fossile Zeitalter komplett überspringt und mit erneuerbaren Energien in die Zukunft aufbricht. Auf die USA als Zugpferd beim Kampf gegen die globale Erwärmung werden diese Staaten wohl erst einmal verzichten müssen, heißt es in diesem Kommentar. Passend zum baldigen Start der Präsidentschaft Trumps melden die USA nun den größten Ölfund der amerikanischen Geschichte laut geologischer Gesellschaft USGS. 20 Milliarden Fass Rohöl sollen im sogenannten Wolfcamp im Boden schlummern. 

Gerade weil die US-Wirtschaft mit glänzenden Augen in die Zukunft starrt, könnte nun die Zeit für eine Anhebung der Leitzinsen gekommen sein. Nach Medienangaben wird sich die oberste Reformerin der US-Finanzaufsicht, Mary Jo White, mit Barack Obamas Amtsübergabe an Donald Trump von ihrem Posten zurückziehen. Das würde dem künftigen Präsidenten noch mehr Handlungsspielraum bei seiner geplanten Deregulierung der Finanzmärkte geben - die Börse in New York zeigt sich erfreut. Dieser Optimismus stabilisiert die US-Wirtschaft weiter. Fed-Chefin Janet Yellen stellt deshalb in Aussicht, den Leitzins bald zu erhöhen, so die "Welt". Trotz der Kritik von Donald Trump. Der hatte vor Zinserhöhungen gewarnt, weil sie den Dollar stärken würden und damit den Konkurrenzdruck im internationalen Handel deutlich erhöhen würden. Denn damit würden US-Waren im Ausland teurer. 

Für Öl scheint sich also eine gute Zukunft, zumindest in den USA abzuzeichnen. Kurzfristig hängt es von der kommenden Opec-Konferenz in Wien ab, wie sich die Preise für Rohöl und damit Heizöl weiter entwickeln. Die Opec-Staaten bemühen sich um eine Lösung - ob es sie geben wird, hängt unter anderem vom Iran ab, der seine Fördermenge noch eine Weile ausweiten möchte.

 

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