Saudi-Arabien stopft Haushaltslöcher

Russland greift in Syrienkonflikt ein. Iran fördert immer mehr Öl.

02.10.2015

Russland hat beschlossen, aktiv in den Syrienkonflikt einzugreifen. Kampfjets fliegen vorbereitende Angriffe, während Syrien, auch mit Hilfe des Irans, am Boden vorrückt. Eben diesen Entwicklung wird aktuell an den Börsen mit Argusaugen beobachtet. Weiteres Thema: die lahmende Weltkonjunktur. Zwar hofft Opec-Förderland Saudi-Arabien auf eine wachsende Nachfrage, doch das Gesamtbild sieht nach Angaben des Internationalen Währungsfonds eher düster aus. Nach Angaben des Handelsblattes dämpft IWF-Chefin Lagarde die Aussichten auf ein deutliches Wachstum - wegen der Flüchtlingskrise und der Tatsache, dass Europa derzeit nicht in die Puschen kommt. Außerdem sei die Konjunkur in China geschwächt, die US-Konjunktur ebenfalls, sobald die angekündigte Zinswende eingeführt werde, so der IWF. 

Drittes Thema in dieser Woche bleibt die nachhaltig hohe Förderquote der Opec. Diese hat sich nur wenig verändert. Der Iran fördert mittlerweile immer mehr Öl pro Tag, während die saudische Produktion annähernd gleich blieb. Die Opec geht weiter von einer steigenden Ölnachfrage weltweit aus. Allerdings setzt der Preiskampf, der hauptsächlich gegen die Schieferölindustrie in den USA gerichtet ist, auch der heimischen Wirtschaft und den Haushalten zu: Offenbar hat Saudi-Arabien bislang 70 Milliarden Dollar weltweit abgezogen, um zu Hause Löcher im Haushalt zu stopfen, so das Handelsblatt. Ähnliches berichtet CNNMoney. Klar war, dass selbst das reiche Saudi-Arabien einen solchen Preiskampf nicht unbeschadet überstehen kann. Die ersten Auswirkungen werden nun sichtbar.

Allerdings hat die Schieferölproduktion dazu beigetragen, dass das globale Produktionswachstum zu günstigen Konditionen weiterging, so eine Kommentatorin von Bloomberg. Dieses Wachstum ist nun in Gefahr. Um nicht völlig von der Bildfläche zu verschwinden, beginnt nun eine kanadische Firma mit einer Veränderung ihrer Fördermethode. Nach Angaben von Bloomberg soll der schnelle Output von Öl zugunsten eines stetigen Outputs verändert werden. 

Die Auswirkungen des Preiskampfes kommen also auf beiden Seiten der Kontrahenten an und sind deutlich zu spüren. Nach wie vor bleiben die Auswirkungen für den Heizölverbraucher positiv. Er kann sich weiterhin auf einen günstigen Heizölpreis verlassen - trotz eines schwachen Euros, der möglicherweise in den kommenden Monaten durch eine US-Zinswende weiter geschwächt wird. Da bleibt allerdings zunächst die Entscheidung der EZB abzuwarten. Sie könnte ihre Kaufprogramme für Anleihen bald ausweiten, so die Schweizer Handelszeitung. Eine erneute Geldschwemme für die Aktienmärkte, die sich bereits die Hände reiben.

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