Schock nach DOE-Zahlen

Hurricane hat Auswirkungen auf Rohöl. Konflikt zwischen Saudi-Arbien und dem Iran.

09.09.2016

Gleich einer Schockwelle fuhren die aktuellen Lagerzahlen aus den USA durch den Rohölmarkt und schickten die Preise in den Himmel: der deutliche Lagerabbau von mehr als 14 Millionen Barrel Rohöl deutet darauf hin, dass die Hurrican-Saison im Golf von Mexiko doch gewaltige Ausmaße angenommen hat. Dies meldet die Börsen-Webseite ForexLive. In der übrigen Woche hielt vor allem die nahende Konferenz Ende September in Algerien die Preise auf Trab. Denn noch immer hält die Hoffnung auf eine baldige Begrenzung der Ölförderung den Preis zumindest stabil.

Solche Äußerungen hatten schon Anfang des Jahres für Kursspitzen gesorgt, doch die erste Konferenz, die in Doha stattfand, scheiterte an dem Konflikt zwischen Saudi-Arabien und dem Iran. Teheran will weiterhin seine Produktion ausweiten, auch aus politischen Gründen wegen des großen regionalen Kontrahenten Saudi-Arabien. Beiden führen seit Langem einen Stellvertreterkrieg im Jemen. Der Konflikt wird auch über den Ölpreis ausgetragen.

Ob ein erneuter Anlauf nun die erhoffte Deckelung bringt, ist deshalb fraglich. Belebend wirkte in dieser Woche offenbar auch der Appell von Russlands Präsident Putin, die er an die Ölförderländer richtete: sie sollen sich nun endlich auf eine Begrenzung der Fördermenge einigen. Dies meldet die Telebörse. Ob allerdings dieser Aufruf beim geplanten Treffen der Förderländer in Algerien allgemein Gehör findet, bleibt unklar.

Zuvor hatten Meldungen aus Saudi-Arabien den Markt verunsichert, dass es eine "bedeutende Ankündigung" geben sollte, die sich im Nachhinein lediglich als Arbeitsgruppe Russlands mit Saudi-Arabien herausgestellt hatte. In dieser Arbeitsgruppe sollen Maßnahmen beraten werden, den Ölpreis stabil zu halten. Keine Angaben machten die beiden Länder zu Fördervolumina oder deren Verkleinerung. 

Interesse an einer Förderbegrenzung ist allerdings laut der "Welt" wenig vorhanden. Der Poker gehe längst nicht mehr nur um Ölpreise, sondern um die Vorherrschaft im Nahen Osten. Eine Begrenzung der Förderung wäre faktisch gar nicht drin, da die Kapazitäten der Förderländer sowieso schon erschöpft sind und die saudische Produktion nach den Sommermonaten ohnehin sinken wird, vermuten Analysten. 

Insofern ist also nicht damit zu rechnen, dass Ende September die Preise aufgrund einer Einigung in Algerien deutlich steigen werden. Inzwischen gerät die Lage im Opec-Land Venezuela aus Sicht der Regierung immer mehr außer Kontrolle. Es gibt Demonstrationen für und gegen Präsident Maduro, so die Webseite Euronews. Der Opposition geht es vor allem um einen friedlichen Machtwechsel in einem Land, das nach ihrer Meinung von den Sozialisten heruntergewirtschaftet wurde. Das schließt auch die staatliche Ölförderung ein.

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