Schwieriges Terrain für die Ölmultis

Viele Experten mit falscher Prognose zur Jahresmitte. Auswirkungen des Ölpreises auch für Unternehmen.

07.08.2015

Viele Experten haben damit gerechnet, dass der Ölpreis zur Jahresmitte wieder steigt. Wer darauf gesetzt hat, sieht sich nun enttäuscht; wenn Unternehmen damit gerechnet haben und ihre Investitionen, ihre Explorationsbohrungen und die Erschließung neuer Ölquellen darauf eingestellt hatten, könnten sie diese Vorhaben wieder zurückfahren. Denn der Ölpreis bleibt weiterhin schwach, in dieser Woche dümpelte er bei 50 US-Dollar pro Barrel. Die Unternehmen sehen sich schrumpfenden Gewinnen gegenüber und steuern gegen - die Multis vor allem durch Sparmaßnahmen und Entlassungen. Dennoch brechen die Gewinne ein, dramatisch zeigt sich das an einem der einst mächtigsten Konzerne der Welt: Exxon. Die Berichtssaison in den USA bringt es ans Licht: Exxon weist den niedrigsten Quartalsgewinn seit der Finanzkrise 2009 aus. Dies berichtet die "Frankfurter Allgemeine". Der Konkurrent Chevron verlor sogar 90 Prozent seines Gewinns im vergangenen Quartal durch Abschreibungen.

Die Produktion ist also derzeit teurer als es der Markt zulässt. Die Unternehmen müssen berechnen, ab welchem Punkt sich die Produktion wieder trägt. Und derzeit gibt es wenige Nachrichten, die darauf hoffen lassen, dass der Ölpreis in absehbarer Zeit wieder deutlich steigen wird. Im Gegenteil: Nach wie vor herrscht ein massives Überangebot, eingepreist ist jetzt schon das Angebot aus dem Iran. Von dort aus machen sich bereits heute Schiffe auf den Weg, um zum richtigen Zeitpunkt, dem Ende des Embargos, ihre Ladung absetzen zu können. Gleichzeitig meldet jedoch einer der weltweit größten Ölkonsumenten, China, dass die Wirtschaft lahmt, die Aktienkurse einbrechen, dass insgesamt womöglich weniger Investitionsvolumen in die Wirtschaft vorhanden ist.

Immerhin steigen dort nun die Kurse wieder. Die Regierung in Peking könnte künftig noch stärker in den Aktienhandel eingreifen, um weitere Kursverluste zu vermeiden, meldet "Der Aktionär". Außerdem, so das "Handelsblatt", plane die Regierung ein 150 Milliarden Euro schweres Konjunkturprogramm, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Gelingt dies und die Nachfrage nach Öl steigt wieder, bedeutet dies aber noch lange keinen Abbau der Überkapazitäten an Öl weltweit. Die Ölmultis bleiben wahrscheinlich eine lange Zeit auf einem niedrigen Ölpreis sitzen. Und dies bedeutet, dass es weiterhin Entlassungen hagelt und die fast schon verzweifelte Suche nach Einsparungsmaßnahmen wie günstigerem Bohrequipment weitergeht.

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