Shell will Konkurrenz schlucken

Opec-Staaten gegen Drosselung. Iran könnte demnächst als Ölhändler wieder auf den Markt treten.

10.04.2015

Die starken Preisausschläge des Rohöls in dieser Woche haben sich zum Wochenende wieder etwas beruhigt. Grund dafür waren die starken Lageraufbauten in den USA und die Preisnachlässe für den asiatischen Markt, die von Saudi-Arabien ausgingen. Nach wie vor will der Opec-Staat seine tägliche Förderung von zehn Millionen Barrel nicht drosseln. Hinzu kommt nun das Grundabkommen mit dem Iran, wonach die Sanktionen bei Abschluss eines Vertrages über die Atomkontrolle im Land phasenweise aufgehoben werden sollen. 

Ist dieser Sanktionsapparat aufgehoben, fließt auch iranisches Öl wieder auf den Markt - und sättigt ihn weiter. Das aber ist noch Zukunftsmusik. Heizölkäufer beobachten den Markt weiter mit Argusaugen, denn wegen der täglichen Schwankungen können durchaus deutliche Preisabschläge drin sein. Im Augenblick macht allerdings eher ein anderer Marktmechanismus von sich reden: Shell will einen Konkurrenten aufkaufen, meldet die "Frankfurter Allgemeine". Der niedrige Ölpreis erhöht den Außendruck auf die Konzerne, sie schließen sich zusammen. Steigt der Preis wieder, erlangen sie so noch mehr Marktmacht. 

Doch die Auswirkungen des Preiskampfes gehen weiter. Sie sind bis nach Kanada zu spüren, meldet die Financial Post. Denn der Preisdruck macht auch vor dem vergeichsweise teuren Ölsandgeschäft dort nicht Halt. Die Innovationen der vergangenen Jahre wie Fracking, Tiefseebohrungen und Ölsandgewinnung werden durch die Preiskämpfe mit der Opec noch mehr herausgefordert - Kosten müssen weiter gesenkt werden, neue Technologien erschlossen. Schwierig für Konzerne, die sich mit sinkenden Preisen herumschlagen, hier noch Gelder für innovativere Lösungen freizumachen.

Die Preiskämpfe werden erst einmal weitergehen. Erst im Juni trifft sich die Opec zu einem weiteren Treffen, ganz unter dem Eindruck der vergangenen Monate: Noch haben die Maßnahmen den unliebsamen Konkurrenten Fracking nicht maßgeblich zurückgeworfen. Es wird Förderländer geben, die massiv Druck ausüben, weil ihr Staatshaushalt bedroht wird. Der Preis ist zu niedrig. Ob sich die Schwergewichte der Opec wie Saudi-Arabien davon beeindrucken lassen, bleibt abzuwarten.

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