So billig wie seit 13 Jahren nicht

Ölpreis fällt auf fast 27 Dollar. Aktienmarkt zeigt ebenfalls Auswirkungen.

22.01.2016

Der Schock war groß, der Grund allerdings abzusehen: Der Ölpreis ist in dieser Woche auf fast 27 Dollar pro Barrel abgestürzt und war damit so billig wie seit 13 Jahren nicht. Eingepreist war zum ersten Mal, dass der Iran in dieser Woche seine gut gefüllten Öllager öffnet, um wieder auf den Weltmarkt zu treten. N-tv sprach sogar von einem "Todesstoß" für den Ölpreis. Die IEA warnte davor, dass der Markt weltweit in einem Überangebot an Öl ertrinken könnte. Denn der Iran sitzt auf den viertgrößten Ölreserven der Welt und war der zweitwichtigste Ölproduzent der Opec - bevor das Embargo griff. Der Atomdeal von Wien hat dieses Embargo nun obsolet gemacht.

Dies macht die Lage für Saudi-Arabien nun schwierig. Die sunnitische Monarchie kämpft nicht nur gegen die US-Schieferölindustrie, sondern nun auch mit wirtschaftlichen Mitteln gegen den Iran. Es geht wiederum um die Vorherrschaft im Nahen Osten. Stellvertreterkriege wie im Jemen oder in Syrien flankieren diesen Kampf und schröpfen die Reserven des Königshauses in Riad weiter. Der Iran dagegen benötigt schnell Geld, um seine Wirtschaft wieder konkurrenzfähig zu machen. Zehn Folgen des fallenden Embargos gegen den Iran hat die "Frankfurter Allgemeine" zusammengestellt.

Auch andernorts zeigt der niedrige Ölpreis teils deutliche Auswirkungen. Der Aktienmarkt weltweit wurde durch die niedrigen Ölpreise belastet. Denn die Händler erwarten massive Pleitewellen in der Ölindustrie, sollte der Preis noch lange so niedrig bleiben. Allerdings bedeutet dies auch eine Belastung vieler Staatshaushalte. Algeriens Regierungskasse wird durch Ölexporte finanziert, doch durch den niedrigen Ölpreis ist die nun gefährdet. Auch andere Länder wie Nigeria leiden unter dem massiven Preisrückgang. Deutliche wirtschaftliche Auswirkungen werden auch in Russland erwartet. 

Ein derart niedriger Ölpreis ist der Europäischen Zentralbank ein Dorn im Auge. Denn nach wie vor sind die niedrigen Energiepreise die Bremsklötze der Inflation. Die soll wieder anspringen und auf 2 Prozent steigen, dümpelt allerdings derzeit bei 0,2 Prozent herum. Da halfen bislang auch nicht die massiven Geldströme aus der EZB. Lediglich die Aktienmärkte freuten sich auf frisches und billiges Geld. Die Anleihekäufe, die die EZB bereits verlängert hat, könnten nun im März ausgeweitet werden, spekuliert die "Süddeutsche". 

Deutlich günstig bleibt der Heizölpreis weiter für den Verbraucher. Zum Wochenende hin sind allerdings die Ölpreise etwas gestiegen und haben die 30-Dollar-Marke wieder geknackt. Das brachte die Börse in New York zum Aufatmen. Dennoch bleibt der Preis niedrig, zu niedrig für manchen Staat. Die "Frankfurter Rundschau" hat dies in einem Leitartikel ebenfalls aufgegriffen. Derweil hat erstmals einer der größten Ölkonzerne der Welt seine Förderquoten gesenkt: die chinesische CNOOC. Der erste der zahlreichen Kämpfer im globalen Preiskrieg steigt damit aus.

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