Starke Schwankungen

Ölkonzerne mit niedrigen Gewinnen. Unruhen durch Brexit am Finanzmarkt.

29.07.2016

Die ablaufende Woche am Ölmarkt war geprägt von fallenden Preisen. Zurückzuführen ist dies vor allem auf die US-Lagerzahlen, die entgegen den Prognosen erneut gestiegen sind. Erneut hatte das API einen Rückgang der Lagerzahlen vorausgesagt. Tatsächlich waren nach Angaben des Department of Energy allerdings 1,7 Millionen Barrel mehr in den US-Tanks zu verzeichnen. Prompt fielen die Kurse deutlich zurück. Allerdings importierten die USA wieder etwas mehr Rohöl in der vergangenen Woche, wie die US-Energiebehörde mitgeteilt hat. Sie geht davon aus, dass der Brentpreis in diesem Jahr bei 44 Dollr pro Barrel liegen wird, im nächsten bei etwa 52 Dollar.

Die starken Schwankungen bleiben uns noch eine Weile erhalten. Das meldet das Handelsblatt. Auch die Ölkonzerne melden immer noch geringere Gewinne oder, wie im Falle von Statoil, sogar Verluste. Der in den vergangenen Wochen relativ hohe Preis von zum Teil über 50 Dollar war vor allem durch Produktionsausfälle getrieben. Die scheinen nun kompensiert. Deshalb fällt der Preis. Diese Preiskorrektur hat ihren Ursprung vor allem in den wieder anziehenden Produktionen in Kanada und Nigeria. Waldbrände in den kanadischen Ölprovinzen sowie Annschläge auf die nigerianischen Ölfelder hatten für ein Preis-Plus gesorgt.

Dass sich der Markt allerdings vor allem um die Lagermengen sorgt, erscheint dem Portal OilPrice.com zu kurz gesprungen. Denn nach Angaben des Autors sind die Zahlen der Bohrlöcher in fünf Regionen außerhalb Nordamerikas zurückgegangen. Größter Verlierer ist Lateinamerika, aber auch in allen anderen Regionen gab es teils massive Einschnitte. Zieht also die Nachfrage wieder an, springt der Preis nach oben. Denn auch die Investitionen in neue Ölfelder wurden gekürzt. Doch gemessen am Rest der Welt haben die USA die meisten Oil Rigs stillgelegt - von 75 Prozent ist die Rede. Damit sind die USA insgesamt der größte Verlierer des Preiskampfes am Ölmarkt - ganz nach den Wünschen Saudi-Arabiens.

 Der Finanzmarkt weltweit ist noch immer in Unruhe wegen des Brexit. Nun hat nach Angaben der "Zeit" und der "Welt" Großbritannien ein Konjunkturprogramm angekündigt. Es soll die Marktakteure wieder etwas beruhigen. Vor allem die britische Wirtschaft zeige sich unsicher, wie es nun weitergeht, heißt es. Einige Banken reagieren bereits: so entlässt die britische Großbank Lloyds 3000 Mitarbeiter, teilt die Tagesschau mit. Bis Ende 2017 will sie 400 Millionen Pfund einsparen.

Die Schweizer Handelszeitung meldet, dass Ökonomen gar eine Rezession in Großbritannien befürchten. Das Vertrauen der Verbraucher sei jedenfalls bereits auf Talfahrt. Dem will der britische Finanzminister Hammond mit einer Konjunkturspritze auf jeden Fall entgegenwirken. Stärkeren Schwankungen durch den Brexit war der Euro in dieser Woche nicht ausgeliefert. Die Devisenhändler hatten vor allem auf die US-Fed geblickt, die jedoch erwartungsgemäß keinerlei Zinsentscheid getroffen hat. Auch sie ist wieder vorsichtig geworden durch den Brexit und die noch nicht absehbaren Folgen.

Heizöl-Preisrechner

Laptop Preismail

Die comoil-Preismail

Sie erhalten eine E-Mail mit dem aktuellen Heizölpreis für Ihren Lieferort und Ihre Bestellmenge. Täglich, alle 3 Tage, wöchentlich oder alle 2 Wochen, ganz wie Sie wollen. Einfach mal ausprobieren.

Mehr erfahren

Handy Preisalarm

Der comoil-Preisalarm

Automatisch melden wir uns per E-Mail bei Ihnen, wenn der von Ihnen festgelegte Preisbereich über- bzw. unterschritten wird. Natürlich aktuell und abgestimmt auf Ihren Lieferort und Ihre Bestellmenge.

Mehr erfahren

Der comoil Heizöl Newsletter

Newsletter

Der comoil Heizöl-Newsletter "comoil kompakt" informiert Sie in unregelmäßigen Abständen rund um das Thema Heizöl. "comoil kompakt" ist selbstverständlich kostenlos und unverbindlich.

Newsletter abonnieren