Tauziehen am Preis

Immer wieder testet der Rohölpreis die Marke von 56 Dollar pro Barrel - vergeblich.

03.03.2017

Der Ölpreis bleibt auch in dieser Woche unterhalb von 56 Dollar pro Barrel. Noch immer wirken die Ölförderkürzung der Opec und einiger Nicht-Opec-Staaten sowie die anziehende Förderung in den USA wie zwei tauziehende Sportler am Ölpreis. Der kommt erst einmal nicht von der Stelle und sackt immer wieder nach unten ab. Nach Angaben des US-amerikanischen Department of Energy haben sich die Lagermengen für Rohöl in dieser Woche in den USA wieder erhöht. Mehr als 520 Millionen Barrel Rohöl haben sich mittlerweile in den Tanks angesammelt. Tendenz steigend. 

Die Förderkürzung der Opec ist noch in vollem Gange, offenbar ist sie noch immer nicht zu 100 Prozent durchgesetzt. Dennoch könnten nun die Pegel in den Lagern weltweit langsam sinken und somit zu einer erhöhten Nachfrage und einem erhöhten Preis führen. Sicher ist allerdings auch, dass die Opec die Kürzung wohl verlängern müsste, um nachhaltig für Preisaufschwung zu sorgen. Denn die USA nehmen immer mehr Ölförderanlagen wieder in Betrieb, nachdem der Preis auf diesem Niveau stabil bleibt - und mittelfristig sogar noch höher steigen dürfte. Die US-Rohölproduktion im eigenen Land legt weiter zu. Der Rig Count, die Zahl der Ölbohrlöcher in den USA, steigt auf 751. Das wiederum baut erneut Druck auf den Ölpreis auf. 

Allerdings nicht nur das. Die Opec scheint, so will es jedenfalls das Portal OilPrice.com entsprechend ihrer Daten herausgefunden haben, die Rohöl-Produktionskürzung durch eine Erhöhung der Produktseite auffangen. Es werden mehr Ölprodukte, also beispielsweise Benzin, aus Saudi-Arabien exportiert als bisher, so das Portal. Die saudischen Raffinierien haben ihren Produktausstoß deutlich erhöht. Der erhöhte Raffinerieausstoß leert auch nach und nach die schwimmenden Öllager, die an der Golfküste auf einen höheren Preis gewartet haben. Auch diese könnte zu einer weiteren Konsolidierung des Marktes und damit mittel- bis langfristig zu einem erhöhten Preis beitragen. Experten wetten jetzt schon darauf und warnen vor einer Preisblase, so die Telebörse.

Der Dax pendelt indessen um die 12.000er-Marke, während der Dow Jones weiter klettert. Donald Trumps Rede hat auch den Deutschen Aktienindex beflügelt. Warum? Weil er sich zurückgehalten hat und keinerlei aggressive Tiraden die Wirtschaft noch weiter verunsichert haben. Diesmal war also wichtiger, was er nicht gesagt hat. Inhaltlich war die Rede von bekannten Positionen durchzogen, unter anderem von dem billionenschweren Infrastrukturprogramm und den Steuersenkungen. Finanziell würde dies eine weitere Verschuldung der USA nach sich ziehen.

Im März stößt die Trump-Administration bereits an den Schuldendeckel, der unter großen Anstrengungen von Republikanern und Demokraten unter Präsident Obama dem Haushalt auferlegt wurde. 20 Billionen Dollar maximale Schulden dürfen die USA seither haben, die Wahlkampfversprechen von Donald Trump allerdings sind teuer. Und die Zinsen, die die US-Fed festlegt, dürften in diesem Jahr weiter steigen. Kein Wunder, dass Janet Yellen seitens des Weißen Hauses in der Kritik steht. Niedrige Zinsen sind ein Muss für Trump, will er seine Versprechen mit günstigen Zinsen gegenfinanzieren. Ob ihm das gelingt, ist allerdings fraglich.

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