Tendenz abwärts

Hoffen auf OPEC-Einigung mit Russland. Niedrige Preise haben Auswirkungen auf die Ölindustrie.

02.09.2016

In dieser Woche kannte der Preis nur eine Richtung - nach unten. Zwar bleibt die Hoffnung auf eine Einigung der Opec mit Russland am 26. September in Algerien, doch scheinen die aktuellen Fundamentaldaten dem Markt erheblich wichtiger zu sein. Diese zeigten wieder deutlich, dass das Überangebot weiterhin bestehen bleibt und vor allem die Lagerkapazitäten in den USA kaum abgebaut werden. Laut amerikanischem Petroleum-Institut API stiegen die Lagerzahlen in den USA in dieser Woche leicht an. Die Prognose sprach von 0,9 Millionen Barrel Plus.

In seiner Tendenz lag das American Petroleum Institute richtig. Dem entsprach denn auch die behördliche Feststellung, allerdings ins höherem Umfang: 2,3 Millionen Barrel mehr zeigen derzeit die Pegelständen an. Die Lage drehen könnte ein Sturmtief, das im Golf von Mexiko in Richtung der dortigen Bohrinseln zieht. Trifft es die Produktionsstätten, könnte es zu Ausfällen kommen, die den Preis wieder treiben könnten. Sollte die US-Fed noch in diesem Jahr ihre Zinsen erhöhen, würde dies den Dollar pushen - und ebenfalls das in Dollar gehandelte Rohöl verteuern.

Welche Auswirkungen dies auf die Käufer haben wird, ist bislang unklar. Klar ist, dass teureres Rohöl die US-amerikanische Ölschieferproduktion wieder voran bringen könnte, zu Lasten Saudi-Arabiens und anderer Opec-Staaten, die genau das zugunsten ihrer eigenen Marktanteile verhindern wollen. Hinzu kommen Spekulanten - all dies sorgt für vermehrte Unruhe im Ölhandel, meldet die FAZ.

Mittlerweile hat der niedrige Ölpreis auch Auswirkungen auf die chinesische Ölindustrie: Sinopec leidet unter seinem Gewinneinbruch, meldet das Handelsblatt. Auch die Opec-Staaten kämpfen verstärkt gegen den niedrigen Ölpreis und seine Auswirkungen. Die Süddeutsche meldet, dass sich das Emirat Katar überlegt hat, nun eine Flugsteuer für internationale Reisende einzuführen.

Diese Methode soll unter anderem das klaffende Haushaltsloch des Golfstaates stopfen. Katar sucht wie Saudi-Arabien nach Möglichkeiten, sich unabhängiger vom Erdöl zu machen. In Kuwait erhöht sich indessen der Benzinpreis, auch Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar hatten ihre Subventionen auf den Benzinpreis gekürzt, wodurch er gestiegen war.

Ob sich nun die Opec-Länder und Russland in Algerien auf eine Deckelung der Förderung einigen können, bleibt weiter unklar. Was derzeit dagegen spricht, ist, dass der Iran seine Produktion bis Ende des Jahres auf 4 Millionen Barrel Rohöl täglich steigern will. Derzeit fehlen ihm noch 400.000 Barrel bis zu dieser Marke. Diese Lücke will das Land noch schließen. Daran waren bereits die Gespräche über eine Begrenzung im Frühjahr dieses Jahres in Doha gescheitert. 

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