Terror in Paris hat geringe Auswirkung auf Ölpreis

Nur geringe Erholung für Ölpreis nach Anschlägen. Warten auf Öllieferung durch den Iran.

20.11.2015

Die Terroranschläge in Paris und ihre Folgen haben dem Ölpreis in dieser Woche  zugesetzt. Anfang der Woche gab es einen deutlichen Abschlag, von dem sich der Preis derzeit zaghaft berappelt. Frankreichs Präsident Hollande hat unmittelbar nach den Anschlägen von einem "Krieg" gesprochen, Gespräche über ein US-amerikanisch-französisch-russische Allianz im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat laufen.

Im UN-Sicherheitsrat gab es jedoch eine Überraschung: Ursprünglich wollte Frankreich eine Resolution einbringen, nun kam Russland dem Land zuvor. Es schlägt eine Zusammenarbeit mit dem syrischen Machthaber Assad vor. Das lehnt die USA bislang ab. Vor allem der Kampf gegen die Terroristen im eigenen Land soll mit Assads Militär abgestimmt werden. Bisher greift Russland an der Seite der Assad-Truppen jedoch weniger den IS als vielmehr die übrigen Bürgerkriegsparteien an.

Frankreich prüft nun eine gemeinsame Resolution mit Russland, meldet der Spiegel. Viel wichtiger aber als die Terroranschläge scheinen die Händler in dieser Woche die Lagerzahlen in den USA zu finden. Dort wurde ein geringer Lageraufbau gemeldet, gleichzeitig importieren die USA wieder weniger. Diese Indizien deuten darauf hin, dass der Kampf der Opec um Marktanteile doch noch eine Weile dauern dürfte. Die US-Schieferölindustrie zeigt sich robuster als erwartet.

Das jedoch ließ den Ölpreis wieder etwas ansteigen, meldet das Wall Street Journal. Eine weitere Komponente verunsichert die Händler: Noch ist unklar, wann der Iran mit seinen Öllieferungen beginnt. Am 4. Dezember treffen sich die Minister der erdölexportierenden Länder erneut zu Konsultationen in Wien. Womöglich gibt es dann erste Hinweise auf einen Termin. Klar ist, dass sich zunächst an der Förderpolitik nichts ändern wird. Der Ölpreis könnte allerdings erneut steigen, sofern die kriegführenden Staaten auch den Nordirak stärker ins Visier nehmen, von wo der "Islamische Staat" einen Teil seiner Gelder aus Ölgeschäften bezieht.

Ein Roundup darüber, wie es im Augenblick um den Ölpreis steht, hat der Berliner Tagesspiegel kürzlich veröffentlicht. Ein verstärkter Anti-Terrorkampf in Syrien bleibe wahrscheinlich ohne Folgen für den Ölpreis, heißt es dort. Die Ölförderanlagen, um die es dort geht, sind zu unbedeutend. Das Gegenteil ist im Irak der Fall, bestätigen Experten. Weitet sich der Krieg aus, steigt der Ölpreis.

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