Ungewisse Zukunft

Nach der US-Wahl: US-Wirtschaft hofft auf eine goldene Zukunft.

11.11.2016

Donald Trump ist der 45. Präsident der Vereinigten Staaten. Börsianer rechneten bei diesem Ergebnis mit einem Erdbeben an den Börsen - das ist jedoch bislang ausgeblieben. Bis auf einen kurzen Schluckauf hatte die Wahl des als unberechenbar und narzisstisch geltenden Trump wenig negative Auswirkungen - im Gegenteil. Die Börsen weltweit reagierten zwar tatsächlich schockartig und fielen - allerdings nicht so stark wie nach dem Brexit. Der Aktienmarkt schien ebenfalls die Demokratin als neue US-Präsidentin zu bevorzugen. Doch die US-Wirtschaft realisiert, dass das Wenige, das von Donald Trumps Wirtschaftsprogramm bekannt ist, ihr wahrscheinlich gut tun wird: schuldenfinanzierte Konjunkturprogramme, deregulierte Banken, geringere Unternehmenssteuern. Damit dürfte auch das Staatsdefizit der USA wieder größer werden. Es war in den vergangenen Jahren etwas gesunken.

Die ersten Glückwünsche für Donald Trump kommen von rechts - von Russlands Präsident Putin, von Ex-UKIP-Chef Nigel Farage, von Frankreichs FN-Chefin Marine Le Pen. In den kommenden Wochen wird Trump sein Regierungsteam zusammenstellen. Wie weit die US-Regierung nach rechts rückt, wird sich an den Namen zeigen. Newt Gingrich, Rudy Giuliani, Sarah Palin, diese Namen, die laut dem US-Magazin Politico gehandelt werden, deuten erst einmal auf einen deutlichen Rechtsruck hin. Auch das Handelsblatt hat einige Kandidaten für die Ämter zusammengestellt. Für die Wirtschaft deutet sich allerdings eine Veränderung an. Dort, wo Obama auf Klimaschutz setzte, will Trump alles zurückdrehen. Entsprechend stiegen die Aktien für Kohlefirmen - und auch die US-Ölindustrie dürfte zu den Gewinnern dieser Wahl zählen: Trump will die USA energieunabhängig machen.

Öl- und Gasförderung soll gefördert werden, was den weltweiten Rohölpreis wieder unter Druck setzen könnte. Das Überangebot an Öl bleibt unverändert hoch, die Opec pumpt nach wie vor Rekordmengen aus dem Boden, die bis Ende Oktober sogar noch einmal gestiegen sind. Vor den Gesprächen in Wien Ende November sollen also noch rasch Fakten geschaffen werden - die geplante Förderkürzung fällt also faktisch immer kleiner aus. Kommt wieder verstärkt US-amerikanisches Öl zu diesen Mengen hinzu, geht die Rechnung Saudi-Arabiens nicht auf, das einen Preiskampf vom Zaun gebrochen hat, um die US-Schieferölindustrie und damit einen unliebsamen Konkurrenten in die Knie zu zwingen. Nun appelliert die Opec offen an Nicht-Opec-Mitglieder wie Russland und Brasilien, ihre Fördermengen freiwillig zu kürzen, wie das Handelsblatt berichtet.

Ob das mittel- bis langfristig dazu führt, dass der Ölpreis wieder steigt, ist allerdings noch unklar. Sollte das Pariser Klimaabkommen nach Plan umgesetzt werden, könnte dies die Ölnachfrage massiv beeinträchtigen, fürchtet das Ölkartell laut FAZ. Denn dort ist die endgültige Abkehr von fossilen Energieträgern wie Kohle und Öl festgeschrieben. Mit Donald Trump als neuem US-Präsidenten könnte die Umsetzung jedoch schwieriger werden. Er hält Klimawandel für eine Erfindung Chinas und will aus dem Abkommen aussteigen. Insofern kommt er also der Opec entgegen. Insgesamt jedoch soll die Nachfrage nach Öl in den kommenden Jahren weiter steigen, so die Vereinigung der erdölexportierenden Länder. Sie warnt allerdings davor, Investitionen in Ölbohrvorhaben zu lange aufzuschieben - Investitionsstau könne den Preis für Öl bei steigender Nachfrage verteuern.

 

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