Ungewisse Zukunft

Opec untersucht die Förderkürzung - USA könnten zum weltgrößten Ölproduzenten aufsteigen.

13.01.2017

War in der ersten Januarwoche noch die Förderkürzung das bestimmende Thema, ist es in dieser Woche erneut die US-Lagermenge und die Produktion von Öl in den Vereinigten Staaten. Nachdem auch der Irak nun seine Ölproduktion nach eigenen Angaben zurückfährt, steigen einerseits die Chancen, dass die Opec-Vereinbarung zum Kürzen der Ölförderquoten in den Mitgliedsstaaten auch umgesetzt wird. Andererseits gibt es weiterhin Interessenlagen, die dies verhindern könnten - auch im Irak. Das Land benötigt Devisen, um den immens teuren Kampf gegen den sogenannten "Islamischen Staat" aufrechtzuerhalten. Heute trifft sich nach Angaben der FAZ zum ersten Mal ein Monitoring-Komittee der Opec, um die Förderkürzung zu überwachen. 

Auch der Irak wird dann unter die Lupe genommen. Noch im Dezember hat das Land Rekordmengen an Öl über seine Häfen verschifft. Die FAZ hat außerdem zusammengestellt, mit welchen Tricks die Förderländer die Vereinbarung unterlaufen könnten. Sollte dies passieren, bleibt der Opec nicht viel an Sanktionsmaßnahmen - außer zu hoffen, dass der niedrige Preis doch irgendwann als Druckmittel auf die Opec-Staaten, die nicht mitmachen wollen, ausreicht. Denn auch in dieser Woche kam der Preis nicht von der Stelle und schwankte. Ausbrüche nach oben wie von der Opec erhofft gibt es kaum. Denn erst einmal müssen die globalen Reserven abschmelzen. Und das wird dauern, laut "Forbes" ein Jahr.

Mehr Geld pro Barrel, das heißt, dass auch die US-amerikanischen Ölbohranlagen wieder lukrativer arbeiten. Zaghaft, aber doch stetig steigt wieder die Zahl der Bohrlöcher in den Vereinigten Staaten. Es fließt also wieder mehr Öl dort, was die USA erneut unabhängig von Opec-Öl machen könnte. Dennoch sind in dieser Woche wieder deutlich mehr Rohöl-Importe zu verzeichnen. Die offiziellen Zahlen des US-Department of Energy haben kürzlich die Prognosen des API deutlich übertroffen. Die Pegelstände in den US-Lagern sind in dieser Woche wieder gestiegen. 4,1 Millionen Barrel mehr vermeldete die Behörde. Allerdings seien auch die Rohölimporte deutlich gestiegen. Bleibt nun die Nachfrage gleich hoch oder sinkt sie gar, ist dies jedoch für den Ölpreis mit negativen Auswirkungen verbunden.

Laut aktueller Prognose der Internationalen Energieagentur IEA wird sich die Nachfrage gegenüber 2016 etwas erhöhen - auf 97,7 Millionen Barrel pro Tag. 2016 waren es noch 96,4 Millionen. Eine höhere Nachfrage würde den Preis stützen. Allerdings vermeldete die IEA auch, dass die USA 2017 zum größten Gas- und Ölproduzenten der Welt aufsteigen, und das durch moderne Fördertechnologien, so das Wall Street Journal. Das würde die Opec erneut zwingen, sich nach anderen Abnehmern umzusehen - die sind jedoch noch immer damit beschäftigt, ihre eigenen vollen Tanks zu leeren. In diesem Szenario wird der Ölpreis in diesem Jahr nicht signifikant steigen, er könnte sogar wieder sinken. 

Eine Unbekannte für den Heizölkäufer bleibt die Politik der Europäischen Zentralbank. Immerhin: Die Inflation im Euroraum hat sich vor allem durch die gestiegenen Energiepreise etwas erhöht, in Deutschland auf 1,7 Prozent. Das ist für viele unerwartet hoch. so die "Welt". Letztlich bleibe der EZB nichts anderes übrig, als die Zinsen niedrig zu halten - schlecht für die deutschen Sparer, gut für die europäischen Schuldenländer wie Italien. Der Euro selbst ist in dieser Woche wieder etwas gestiegen - und unterstützt damit Heizölkäufer.

 

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