Unklare Preisentwicklung

Preisanstieg nach OPEC Entscheidung.

07.10.2016

Nachdem sich die Opec-Staaten auf eine Drosselung der Förderung geeinigt haben - zum ersten Mal seit acht Jahren -, zog der Preis in dieser Woche an. Ob das allerdings so bleibt, ist keine ausgemachte Sache. In Algerien wurde zwar die Menge, 750.000 Barrel pro Tag, festgesetzt. Allerdings muss auf der nächsten Opec-Konferenz in Wien Ende November darüber verhandelt werden, welches Land seine Produktion um wieviel Barrel zurückfährt. Nun gilt es, auch Nicht-Opec-Staaten mit ins Boot zu holen. Zum Beispiel Russland, das zu den größten Ölförderern außerhalb der Opec gehört. Hierzu sind informelle Gespräche mehrerer Energieminister mit ihrem russischen Kollegen in Istanbul geplant, meldet das Handelsblatt.  

Es wäre ohnehin nur eine Geste, die zeigt, dass die Opec nach ihren internen Auseinandersetzungen noch handlungsfähig ist, so Experten auf Börse Online. Die Förderung sei nach wie vor auf Rekordhoch, eine Drosselung sei nicht zu überwachen. Sanktionen für diejenigen, die ihre Förderquoten nicht kürzen, gibt es keine. Und die Interessen bleiben weiter unterschiedlich, zum Beispiel der Konflikt zwischen den sunnitischen Saudi-Arabien und dem schiitischen Iran, beide ringen um die Vorherrschaft im Nahen Osten. Der Kampf wird nicht nur in Syrien und dem Jemen ausgetragen, sondern auch über den Ölpreis und Marktanteile.

Dass die Einigung nun kam, liegt natürlich auch daran, dass Saudi-Arabien in finanzielle Schwierigkeiten gerät. Der Preiskampf, der unter anderem die USA aus dem Markt drängen sollte, war kostenintensiv. Dennoch sind die USA weiterhin ein Akteur am Markt. Steigt der Preis, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die US-amerikanischen Ölbohrlöcher wieder mehr werden - dann, wenn es sich wieder lohnt, nach Öl zu bohren. Fortschrittliche Technologie macht es möglich. Und der Sprung des Ölpreises über 50 Dollar in dieser Woche macht es tendenziell wieder interessant, in den USA nach Öl zu bohren.

Für Heizölverbraucher ist es nun wichtig zu wissen, wohin sich der Ölpreis entwickelt. Ob er nun wieder immer teurer wird, ist nicht klar. Die Förderung bleibt auch nach der Drosselung noch extrem hoch, höher als die Nachfrage, die Lager überall auf der Welt bleiben extrem voll, so die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Die Wirtschaft werde weiter wachsen und dabei viel Öl verbrauchen. Klar ist, dass auf der anderen Seite das Pariser Klimaschutzabkommen fossile Energieträger ins Abseits stellt, die Elektromobilität auf lange Sicht dem Verbrennungsmotor den Rang ablaufen könnte.

Kurz: sowohl die kurz- als auch die mittelfristigen und langfristigen Aussichten sind aus Sicht des Heizölverbrauchers unklar. Tagesaktuelle Informationen über den aktuellen Heizölpreis sind damit wichtiger denn je. Hinzu kommen die nächsten Manöver der Europäischen Zentralbank: Wenn sie ihre Anleihenkäufe zurückfährt, könnte das auch Auswirkungen auf den Euro haben. Fällt er, wird auch Rohöl für die europäischen Einkäufer teurer. Wann die EZB ihr Kaufprogramm jedoch auslaufen lässt und wie das geschieht, steht laut FAZ bislang nicht fest.

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