US-Schieferölproduktion geht zurück

Ölverbrauch in den USA steigt, Produktion soll zurückgefahren werden.

09.10.2015

Die lahmende Konjunktur in Europa kommt nicht recht in Schwung, ebenso die Inflation, die eigentlich bei 2 Prozent liegen sollte. Das ist der Wunsch der Europäischen Zentralbank. Trotz der massiven Kaufprogramme für Anleihen dümpeln Geldentwertung und Wirtschaftsleistung vor sich hin. Spekuliert wird nun über eine Ausweitung der Geldschwemme, doch davor warnt unter anderem Bundesbankchef Weidmann laut Wirtschaftswoche. Die Risiken seien zu hoch, die Inflationsschwankung nur vorübergehend. Mittlerweile halte die EZB europäische Staatsanleihen in Höhe von fast 400 Milliarden Euro, heißt es.

Die Eurowirtschaft kommt nicht recht in Schwung, dafür sieht es in den USA gut aus. Dort stieg zumindest der Ölverbrauch, meldete das US-Energieministerium. Dennoch wird sich die Produktion von US-Öl verringern, heißt es in einem Ausblick des Ministeriums - von 9,2 Millionen Barrel auf 8,9 Millionen pro Tag. Die Aussichten, dass die Schieferölproduktion langsam, aber sicher einknickt, beschäftigt die Investoren weltweit - die Preise steigen. Offenbar gewinnt derjenige, der am kostengünstigsten Öl fördert, das ist ein Marktgesetz. Dieser Ansicht ist unter anderem der britische Telegraph

Nach Angaben des Blattes ist die Schieferölindustrie in Amerika zu stark abhängig von Krediten für die teure Förderung und daher von einem Ölpreis von über 60 Dollar pro Barrel. Dennoch hat der Preiskampf auch auf Seiten der Opec Opfer zu beklagen - der niedrige Ölpreis trifft beide Seiten, reichere Förderstaaten weniger hart als ärmere wie Venezuela oder Nigeria. Neben den wirtschaftlichen Risiken aber sieht sich die Ölindustrie auch geopolitischen ausgesetzt. Der Krieg in Syrien weitet sich aus, nachdem Russland Truppen in den Nahen Osten verlegt hat.

Gut für Russland: Auch dank dieser militärischen Operationen steigt der Ölpreis. Das dürfte die russische Ölindustrie mit großem Wohlwollen verfolgen, nachdem es bereits hieß, dass auch Russland mit anderen Ölförderländern über einen stabileren Preis sprechen wollte. Ein entsprechendes Meeting zwischen russischen und saudischen Offiziellen sei Ende des Monats geplant, meldet die Economic Times. Politische Risiken bleiben, denn Russland unterstützt mit seinem Kurs offen den syrischen Diktator Assad. Ein Zug, der dem Westen nicht gefallen dürfte, hatte er sich doch für eine Unterstützung der syrischen gemäßigten Rebellen entschieden. 

Für den Heizölpreis bedeuten diese Entwicklungen zunächst eiinmal eine Erhöhung - die Nachbevorratung sollte allerdings jetzt aufgrund der anstehenden Heizperiode bereits abgeschlossen sein. Wer nachtanken muss, sollte sich wie immer tagesaktuell informieren. Noch liegt der Preis für 100 Liter im Deutschlandmittel 30 Prozent unter dem des Vorjahres - es ist also weiter mit niedrigeren Heizkosten in diesem Jahr zu rechnen. Das drückt weiter auf die Inflation und wird auch weiterhin der EZB Sorgenfalten bereiten.

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