Verlängerung fraglich

Förderkürzung könnte wegen der US-amerikanischen Produktion nicht verlängert werden.

17.03.2017

Schlechte Nachrichten für US-Präsident Donald Trump: Die US-Fed hat nun den Leitzins wie erwartet um 0,25 Prozentpunkte erhöht. Er liegt nun zwischen 0,75 bis 1,0 Prozent. Damit reagiert die Fed auf die gute Konjunktur in den USA, für die sich der neue Präsident immer wieder brüstet. Dennoch wird ihm der Kurs von Yellen missfallen. Trump ist auf einen moderaten Dollarkurs angewiesen, sollten US-Amerikaner wieder mehr US-Produkte kaufen. Steigende Zinsen jedoch bedeuten, dass Händler eher Dollar als beispielweise Euro kaufen, weil die Rendite höher ist. Das macht den Dollar stärker. Yellen wurde noch unter Präsident Obama Fed-Chefin, es ist also anzunehmen, dass Trump sie nach dem Ende ihrer Amtszeit austauschen wird. Mehr darüber schreibt das Handelsblatt.

Noch bleibt die Frage unbeantwortet, wie schnell die US-amerikanische Schieferölindustrie wieder zu alter Stärke zurückfindet. Sollte dies geschehen, dürfte sich der Druck auf den Ölpreis weiter erhöhen. Aktuell bewegt er sich in einem engen Band seitwärts. Die angekündigte Steuerreform der Trump-Administration könnte dabei weiterhelfen. Sie könnte der Ölindustrie Milliarden sparen, die wiederum in die Erschließung neuer amerikanischer Ölfelder fließen könnten, so das Portal OilPrice. Der vergangene Preiskampf mit der Opec hatte zu Investitionskürzungen geführt. Diese wiederum zu Stopps bei der Suche nach neuen Ölvorkommen. Sollte die Nachfrage das Angebot in Zukunft wieder übersteigen, ist vor allem an dieser Stelle wieder Geld notwendig, um den Rohstoffhunger zu befriedigen.

Derzeit wirkt das Wiedererwachen der US-Schieferölindustrie preishemmend. Zwar wirkt die Drosselung der Opec stabilisierend, doch die Preise schaffen es noch nicht, das Niveau derzeit deutlich zu durchbrechen. Außerdem gibt es Meldungen, wonach das Abkommen der Ölförderstaaten womöglich nicht verlängert wird: Saudi-Arabien hat seine Produktion etwas erhöht, auch der Irak will wieder mehr Öl fördern, meldet WorldOil. In Libyen gibt es weiter Kämpfe zwischen verfeindeten Milizen und den beiden Regierungen in Bengasi und Tripolis, im Mittelpunkt erneut der Öl-Ladehafen Ras Lanuf, meldet der britische Guardian. Außerdem steige der Einfluss des Kreml in Libyen, vor allem wegen der mangelnden Aufmerksamkeit der USA, heißt es.

Schon jetzt malt Russland die Gefahr eines erneuten Preiskrieges an die Wand: Sollte die USA weiter so stark im Ölsektor wachsen, könnte dies passieren, meldet CNBC. Denn wegen des steigenden Angebotes bzw. wegen eines fehlenden Absatzmarktes in den USA bleiben die anderen Ölproduzenten auf ihrer Produktion sitzen, was den Markt erneut verunsichert und die Preise damit erneut auf Talfahrt schicken würde. Zusammen mit dem neuen Motto "America first" ergibt sich das Bild, dass das Land bei einer konzertierten Drosselungsaktion wohl kaum mitmachen würde. Das verbieten schon die Gesetze in den USA. Sinkt jedoch durch das Überangebot der Preis erneut, schadet sich Amerika damit selbst.

Erneut steht also der Ölpreis vor entscheidenden Wochen und Monaten. Am 25. Mai treffen sich die Ölminister der Opec-Staaten erneut, um über eine Verlängerung der Drosselung zu beraten. Die Chancen stehen, Stand heute, nicht besonders gut, dass dies passieren wird. Einigen sie sich nicht, könnte der Preis für Öl erneut massiv unter Druck geraten.

Heizöl-Preisrechner

Laptop Preismail

Die comoil-Preismail

Sie erhalten eine E-Mail mit dem aktuellen Heizölpreis für Ihren Lieferort und Ihre Bestellmenge. Täglich, alle 3 Tage, wöchentlich oder alle 2 Wochen, ganz wie Sie wollen. Einfach mal ausprobieren.

Mehr erfahren

Handy Preisalarm

Der comoil-Preisalarm

Automatisch melden wir uns per E-Mail bei Ihnen, wenn der von Ihnen festgelegte Preisbereich über- bzw. unterschritten wird. Natürlich aktuell und abgestimmt auf Ihren Lieferort und Ihre Bestellmenge.

Mehr erfahren

Der comoil Heizöl Newsletter

Newsletter

Der comoil Heizöl-Newsletter "comoil kompakt" informiert Sie in unregelmäßigen Abständen rund um das Thema Heizöl. "comoil kompakt" ist selbstverständlich kostenlos und unverbindlich.

Newsletter abonnieren