Den Zins im Blick

Überangebot an Rohöl größer als gedacht? Zinsen bleiben erstmal niedrig.

11.09.2015

Der Ölmarkt hat sich in dieser Woche wieder etwas stabilisiert, nach deutlichen Abschlägen noch zu Beginn der Woche. Heizöl ist allerdings zum Wochenende hin wieder etwas teurer geworden: das Überangebot an Rohöl halten Experten mittlerweile für sehr viel größer als angenommen. Mittlerweile werden überall auf der Welt Öltanks geordert. Das berichtet die "Welt" via Bloomberg. Möglich macht dies der sogenannten Kontango-Effekt. Das bedeutet, dass die Ölpreise für eine sofortige Auslieferung heute sehr viel niedriger sind als etwa in einem Jahr. Angeblich übersteigt das Angebot die globale Nachfrage derzeit um zwei Millionen Barrel pro Tag, errechnete Goldman Sachs. Das drückt erheblich auf die Preise.

Die Heizölkonsumenten freut dies, müssen sie doch in diesem Jahr für das Befüllen der Tanks im Keller nicht so tief in die Tasche greifen wie noch im vergangenen Jahr. 44 Prozent billiger sind derzeit die 100 Liter im Deutschlandmittel als 2014. Die niedrigen Energiepreise allerdings machen sich in der europäischen Inflation bemerkbar. Auch die ist niedrig und wird es wohl noch eine Zeit lang bleiben. Bislang hat sich noch kein Effekt des EZB-Anleihekaufs gezeigt. Auch die Zinsen werden derzeit nicht angehoben - schlecht für alle Sparer, doch zielt dies hauptsächlich darauf ab, den Banken die Kreditvergabe für die Wirtschaft schmackhaft zu machen. 

Auch die US-Fed hat in dieser Woche entschieden, den amerikanischen Leitzins, der ebenfalls bei nahe null liegt, nicht anzuheben. Die "WirtschaftsWoche" kritisiert dies. Die Fed habe den Zeitpunkt verpasst, das billige Geld wieder nach und nach aus dem Markt zurückzuziehen und befeuere damit die nächste Krise. Dabei sehen die amerikanischen Konjunkturwerte positiv aus, eine Rücknahme der Notfallmaßnahme Leitzinssenkung sei also angeraten. Dennoch bleibt der Leitzins unten - wohl auch unter dem Eindruck des chinesischen Börsencrashs vor einigen Wochen.

Nun richten sich die Blicke auf Mario Draghi. Wird der EZB-Chef das Anleihe-Kaufprogramm ausweiten, um die europäische Konjunktur zu stützen? Wann wird es soweit sein? Sein Versprechen, notfalls dies zu tun, hat die Aktienmärkte vor einiger Zeit schon einmal beflügelt. Da die Inflation in Europa nicht aus dem Keller kommt - wegen der niedrigen Energiepreise -, wird er dies früher oder später tun müssen. Denn noch ist das Wachstum in der Eurozone viel zu niedrig, um nachhaltig zu sein, schreibt das Handelsblatt.

Aus Konsumentensicht bleiben also die Vorzeichen am Ölmarkt günstig. Dennoch drohen von einigen Seiten her neue Unwägbarkeiten, die den Markt mittel- bis langfristig beeinflussen können. Einer günstigen Nachbevorratung für den bereits angebrochenen Herbst und den kommenden Winter steht jedoch erst einmal nichts im Wege.

Heizöl-Preisrechner

Laptop Preismail

Die comoil-Preismail

Sie erhalten eine E-Mail mit dem aktuellen Heizölpreis für Ihren Lieferort und Ihre Bestellmenge. Täglich, alle 3 Tage, wöchentlich oder alle 2 Wochen, ganz wie Sie wollen. Einfach mal ausprobieren.

Mehr erfahren

Handy Preisalarm

Der comoil-Preisalarm

Automatisch melden wir uns per E-Mail bei Ihnen, wenn der von Ihnen festgelegte Preisbereich über- bzw. unterschritten wird. Natürlich aktuell und abgestimmt auf Ihren Lieferort und Ihre Bestellmenge.

Mehr erfahren

Der comoil Heizöl Newsletter

Newsletter

Der comoil Heizöl-Newsletter "comoil kompakt" informiert Sie in unregelmäßigen Abständen rund um das Thema Heizöl. "comoil kompakt" ist selbstverständlich kostenlos und unverbindlich.

Newsletter abonnieren