Vorstoß von Islamisten treibt Preise

OPEC erhöht nicht die Förderquoten in bestimmten Ländern, obwohl diese niedrig ist.

13.06.2014

Heizöl ist wieder teurer als vor einem Jahr. Selbst als in der Ukraine die Kämpfe zwischen Separatisten und Regierungstruppen aufflammten, reagierte der Ölmarkt eher verhalten. Die Ukraine ist kein Ölförderland, der Irak und Libyen dagegen schon. Aber auch die Krise in Libyen, wo nach wie vor die Besetzung von Förderanlagen oder Häfen einen signifikanten Exportschub für Rohöl verhindert, scheint den Markt nicht nachhaltig zu erschüttern. Hier rechnen offenbar die Händler nicht mit einer baldigen Änderung.

Die aktuelle Krise im Irak allerdings treibt die Preise. Sunnitische Rebellen der sogenannten Isis-Truppen, die einen islamistischen Staat von Syrien bis an den Persischen Golf erzwingen wollen, stehen kurz vor Bagdad. Bislang sei die irakische Ölproduktion nicht betroffen, schreibt die Washington Post.

Mittlerweile unterstützen sogar kurdische Peschmerga-Milizen die irakischen Regierungstruppen, die sich, schlecht ausgebildet, den Kämpfern entgegenstellen. Sie wollen die irakische Stadt Kirkuk verteidigen, die ihnen einerseits heilig ist, andererseits das Zentrum der nordirakischen Ölproduktion ist. Bei Kirkuk liegt eines der größten Ölfelder der Welt, allerdings stammen nur zehn Prozent des aus dem Irak exportierten Öls aus dem Norden, der Rest aus dem Süden.

Nach dem Iran, Venezuela und Libyen steht damit ein viertes OPEC-Land derzeit im Fokus der Händler. In all diesen Ländern liegt die Förderquote derzeit niedrig, und dennoch erhöht die OPEC ihre Förderquote nicht. Sie ist mit dem derzeitigen Weltmarktpreis zufrieden, so das Wall Street Journal. Saudi-Arabien könnte die Fördermenge am schnellsten hochfahren, sollte mehr Öl vom Markt gefordert werden. Die derzeitige Situation spricht also eher für eine weitere Verteurung von Heizöl.

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