Währungskrieg und Ölpreis

Yen soll abgewertet werden, um Deflationsfalle zu entkommen. Daraus folgt ein Krieg zwischen Euro + Dollar und dem Yen.

24.01.2013

In der vergangenen Woche war das Schlagwort "Währungskrieg" häufig zu hören. Was hat es damit auf sich? 

Die Regierung in Japan hat angekündigt den Yen abzuwerten, um endlich aus der seit Jahren bestehenden Deflationsfalle herauszukommen. Völlig logisch, Japan ist ein Export-orientiertes Land mit hohen Schulden und wenig Wachstum. 

Ein schwacher Yen könnte die Wirtschaft wieder ankurbeln und es der Regierung ermöglichen, die Schulden schneller abzubauen. Eine Abwertung ist prinzipiell recht einfach zu bewerkstelligen. Die japanische Notenbank druckt frisches Geld und kauft Fremdwährungen wie Dollar und Euro. Dadurch sinkt der Kurs des Yen gegenüber den Fremdwährungen und japanische Produkte werden für die Einkäufer billiger, daraus resultieren dann voraussichtlich gesteigerte Exportraten. 

So einfach wie das klingt, ist es jedoch nicht. Ein "Krieg" setzt immer mindestens 2 Fronten voraus, in dem Fall wären das der Euro und der Dollar gegen den Yen.
Quelle: Die Zeit

Es ist unwahrscheinlich, dass ein Europa welches ebenfalls mit enormen Schuldenbergen zu kämpfen hat, einer Abwertung des Yen tatenlos zusehen wird. Im Handelsblatt war nun vor wenigen Tagen auch zu lesen, dass auch in Europa Abwertung des Euro wahrscheinlich ist und der Dollar dagegen aufwerten wird. 
Quelle: Handelsblatt 

Und das hat in der Tat wieder einmal sehr viel mit dem Rohstoff Öl zu tun. Die amerikanische Wirtschaft wird sich allen Voraussagen nach positiv entwickeln, was in erster Linie mit den neu erschlossenen Ölvorkommen im Land zu tun hat. Diese bringen massenweise Investitionen ins Land und kurbeln den Arbeitsmarkt an. 

Erwartet wird ein regelrechter Boom in den USA. Für den Roh- und damit auch für den Heizölpreis wurde bisher ein langfristig fallender Kurs vorausgesagt, eben aufgrund der neuen Vorkommen und der höheren Ölfördermenge in den USA. 

Die Abwertung des Euro gegenüber dem Dollar könnte jedoch auch einen gegenläufigen Effekt erzeugen. Der Rohstoff Öl wäre zwar billiger, aber das Geld (Euro) um diesen einzukaufen, wäre auch weniger wert. 

Würden diejenigen Schwellenländer, die gleichzeitig Rohölanbieter sind, ihre Währungen ebenfalls aufwerten, dann würde der Preis für Roh- und Heizöl in Europa wohl eher steigen als fallen. 

Diese Entwicklung würde sich in den kommenden zwei Jahren abspielen, im ersten HJ. 2013 dürften die Auswirkungen daher noch nicht so massiv spürbar werden.

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