Warnmeldungen reißen nicht ab

Opec förder viel mehr Öl als benötigt. Fehlende Investitionen für Ölquellen?

16.10.2015

Die negativen Meldungen rund um den Ölpreis reißen nicht ab. In dieser Woche kletterte der Ölpreis zunächst über 50 Dollar pro Barrel, um danach wieder abzurutschen. Grund dafür ist die Meldung, dass die Opec weiter viel mehr Öl fördert als der Markt benötigt und die Konsumenten verbrauchen. Andere Meldungen sprechen bereits von einem Ölpreis von 20 Dollar pro Barrel, wie Wallstreet Online berichtet.  Was folgt, sei eine deutliche Erhöhung des Preises: Die niedrigen, aktuellen Kosten würden die Ölkonzerne zwingen, ihre Investitionen zurückzufahren. Das geschieht bereits. Infolgedessen werden auch weniger Ölquellen neu erschlossen. Steigt die Nachfrage, könne diese also nicht mehr so rasch befriedigt werden. 

Bis es soweit ist, könnten allerdings noch ein paar Jahre ins Land gehen. Erst einmal bleibt der Preis niedrig. Die Warnungen aber reißen nicht ab. Eine andere Argumentation führt die FAZ ins Feld: Aufgrund des Klimawandels könnte das Öl bald tatsächlich weniger wert sein - weil es gar nicht gefördert werden dürfte, um die Klimaziele einzuhalten, heißt es in dem Artikel. Alleine die Angst, das dies so sein könnte, würde bereits zu einer Entwertung der fossilen Energiereserven der Erde führen. 

Akutes Problem für Konzerne wie Ölförderländer aber bleibt erst einmal der aktuelle Preiskampf. Saudi-Arabien gegen die USA heißt das Duell, das ins womöglich noch bis ins kommende Jahr mit niedrigen Preisen begleiten wird. Kurzfristige Ausschläge durch Äußerungen der einen oder anderen Seite gehören dazu. In den Industrieländern könnte der niedrige Preis sogar zu einem echten Konjunkturprogramm werden, mutmaßt die Zeitschrift Capital.  Andere Länder, vor allem die Förderländer, leiden derzeit massiv unter dem niedrigen Preis und sind zum Sparen gezwungen. Dies berichtet unter anderem die Süddeutsche. Und laut Angaben der Internationalen Energieagentur wird das Überangebot noch bis Ende 2016 halten. 

Nun kommt es auf Angebotsseite an, wie sich der Preiskampf weiter entwickelt und mit welcher Strategie der Iran seine Ölmengen auf den Markt bringt. Nachfrageseitig bleibt China nach wie vor ein Wackelkandidat. Im Augenblick füllt das Land wegen des niedrigen Preises seine Lager. Doch folgt man der Argumentation der FAZ, könnte der Ölhunger des Landes endlich sein - denn auch in China setzt man mehr und mehr auf erneuerbare Energien.

Analysten des Finanzhauses Barclays bringen einen weiteren Faktor mit ins Spiel: die mangelnden Investitionen könnten dazu führen, dass größere Ölquellen nicht durch neue ersetzt werden könnten. Dies würde ebenfalls zu einer Preissteigerung führen, die laut Barclays eher früher als später einsetzen würde. Dies berichtet der Business Insider. Dennoch bleibt der Preis erst einmal niedrig, und dies auf kurze Sicht in der kommenden Woche - abgesehen von den üblichen reflexartigen Ausschlägen, nach oben und nach unten.

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