Warten auf 30. November

Trotz Drosselung der Förderquote durch die OPEC, Ölmenge weiterhin hoch.

14.10.2016

In dieser Woche stiegen die Preise zunächst, bis sie rund um die Marke 50 Dollar pendelten. Der Ölpreis war gestiegen, nachdem sich die Opec-Länder auf eine Drosselung der Produktion geeinigt hatten, um den Preis zu stabilisieren. Das ist auch gelungen. Allerdings scheint der Preisanstieg angesichts der noch immer herrschenden Menge zu schnell gegangen zu sein. Hinzu kommen die Zahlen aus den USA. Nach Angaben des Department of Energy sind die Lager in den USA wieder voller geworden. Knapp fünf Millionen Barrel mehr verzeichnete die Behörde in dieser Woche.

Zwar haben sich die Opec-Länder auf gedrosselte Förderquoten geeinigt. Dennoch bleibt die Menge auf einem Rekordhoch. Laut dem "n-tv" pumpt das Kartell täglich 33,33 Millionen Barrel aus dem Boden. Wladimir Putin unterstützt den Kurs der Opec, die Fördermengen einzufrieren oder zu drosseln. Das sagte er bei einer Konferenz in Istanbul. Für Russland bedeutet die Preissteigerung, dass wieder mehr Geld in die Staatskassen fließt. Einen großen Teil seiner Staatseinnahmen bezieht der Kreml aus den Öl- und Gasgeschäften. Eine Entscheidung, wie der Preis schließlich stabilisiert werden soll, wird wahrscheinlich erst am 30. November bei der nächsten Opec-Sitzung in Wien gefällt. Der Chef des größten Ölkonzerns Rosneft, Igor Setschin, hat eine Kürzung der Förderung jedoch nach Angaben des Handelsblattes abgelehnt. Dazu passt die Meldung der Opec, dass die Nicht-Opec-Staaten ihre Förderung 2017 ausweiten werden.

Vieles bleibt also noch im vagen, bis sich die Organisation erdölexportierender Länder wieder trifft. Ein Blick links und rechts dieser Ereignisse zeigt jedoch, dass es noch viele weitere Unwägbarkeiten gibt. Die Ölproduktion in den USA, auf die der bisherigen Preiskampf abzielte, könnte bei höheren Preisen wieder in Schwung kommen. Doch die Investitionen dafür stehen in Frage. Schon jetzt haben die Erdölkonzerne ihre Investitionen zurückgefahren, meldet der "Aktionär". Das Potenzial, neue Quellen zu erschließen, sinkt damit. Dies könnte das mittelfristige Ziel der Opec gewesen sein, denn somit sinkt die Chance, dass weitere Ölbohrvorhaben in den USA auf Sicht angegangen werden. Steigt der Preis über 50 bis 60 Dollar, ist die Chance jedoch groß, dass die Ölsandförderung wieder angekurbelt wird.

Auf einen Akteur am Markt können sich die Ölförderländer allerdings seit Beginn des Preiskampfes verlassen: China importiert so viel Öl wie noch nie, so die Schweizer Handelszeitung. Gleichzeitig macht sich das Land auf, größere Ölinvestitionen im Iran zu tätigen. Laut dem US-Wirtschaftsdienst Bloomberg klopfen dort bei Weitem nicht so viele westliche Investoren an wie anfangs vermutet. Weil das so ist und der Iran seine Fördermenge weiter bis auf vier Millionen Barrel täglich steigern will, ist es derzeit auf chinesisches Geld angewiesen. Und China ist sich bewusst, dass der Iran nicht viele andere Möglichkeiten hat, rasch dieses Fördervolumen zu erreichen, um auch gegenüber dem Erzfeind Saudi-Arabien markt- und konkurrenzfähig zu sein.

Dies bedeutet nun, dass es eine Chance für Heizölkäufer gibt, dass die Preise nicht allzu stark steigen - bis sich die Opec-Staaten Ende November in Wien treffen. Dort soll über eine Verteilung der 750.000 Barrel gesprochen werden, um die die Opec ihre Förderung drosseln will. Zähe Diskussionen darüber werden erwartet, vor allem, weil der Irak ebenfalls seine Fördermenge noch erhöhen möchte. Das Tauziehen ist also längst nicht zu Ende. Kommt es zu einer Einigung, dürfte sich der Rohölpreis - und damit auch der Preis für Heizöl - zu Beginn der Heizperiode wieder verteuern.

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