Weiter genügend Öl vorhanden

Bisher keine Auswirkungen beim Ölpreis aufgrund internationaler Krisen zu beaobachten.

29.08.2014

In der Ukraine schaffen russische Soldaten Tatsachen; IS-Kämpfer zünden Ölbohrlöcher im Irak an; Libyens Außenminister bittet laut "Guardian" um ausländische Hilfe im Kampf gegen radikale Islamisten. Die internationalen Krisen reißen nicht ab und dennoch reagieren die Ölpreise weiterhin nur auf wirtschaftliche Daten. Vor allem die Lagerrückgänge in den USA besitzen derzeit Einfluss auf den Ölpreis. Der jedoch steigt nur moderat. Trotzdem die amerikanische Energiebehörde in dieser Woche einen Rückgang von 2,1 Millionen Barrel ausgewiesen hat, stieg vor allem WTI nur leicht.

Der Grund: Die USA können mehr und mehr Öl aus eigener Kraft fördern. Fracking und Ölsand boomen mittlerweile so stark, dass sogar ein weiteres Handelsgut im Preis steigt: Sand. Das wird laut "Wall Street Journal" für Frackingmethoden verwendet. Möglicherweise reicht die US-Produktion bald sogar an die Saudi-Arabiens heran. Tatsache aber ist, dass der Zukauf ausländischen Öls für die USA immer uninteressanter wird. Entsprechend viel Öl ist also noch auf dem weltweiten Markt vorhanden. Gegen Ende der Woche sank der Ölpreis wieder, vor allem, weil die libysche Produktion mehr und mehr anwächst. Mehr Öl auf dem Markt senkt die Preise.

Ein weiteres Rädchen im Börsengetriebe aber bleibt der Euro: Er sorgt dafür, dass Heizöl und Öl teurer in Deutschland werden. Denn der Import wird durch die aktuelle Schwäche des Euros teurer, also auch der Import ausländischen Öls. Die EZB allerdings dürfte mit der Schwäche sehr zufrieden sein, kurbelt sie doch den Export an. Und darauf ist die europäische Konjunktur derzeit mehr denn je angewiesen. Doch noch immer lahmen wichtige Wirtschaftsnationen im Euroraum, ihre Reformen kommen nicht in Gang. Die "Welt" mahnt gar, die Wirtschaft Frankreichs gerate völlig aus den Fugen. Sollten Frankreich als zweitgrößte und Italien als drittgrößte EU-Wirtschaftsnationen nicht bald das Ruder herumreißen können, wird die EZB weitere Maßnahmen ergreifen müssen, um die Wirtschaft weiter zu stabilisieren - auf Kosten der Inflation.

In dieser Situation bleibt Heizöl attraktiv zur Nachbevorratung. Ob und wann die internationalen Krisen auch auf dem Ölmarkt zuschlagen, kann derzeit niemand vorhersehen. Klar ist, solange die Krise in der Ukraine mit nur kleinen Schritten voranschreitet und die IS-Kämpfer sich nicht weiter in den Süden des Irak ausbreiten, bleiben Energiefragen erst einmal außen vor. Und damit auch das Preiskarrussell.

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