Wende im Preiskampf?

Verluste bei Ölmultis. Niedrige Preise sorgen auch in Nigeria und Venezuela für Probleme.

04.03.2016

Die Rohölpreise haben sich in dieser Woche im Vergleich zu den vergangenen Wochen deutlich stabilisiert. Die Ausschläge nach unten wurden weniger, was auch den Heizölpreis wieder festigte und verteuerte. Offenbar zeigt die Haltung der Opec zusammen mit Russland Wirkung: gemeinsam wollen die Ölförderer ihrer Fördermenge auf dem Stand von Januar einfrieren. Der Iran jedoch mauert, will seine Förderung erst einmal weiter hochfahren und damit auch wieder mehr Öl auf den Weltmarkt exportieren, während Saudi-Arabien und Russland weitere Länder überzeugen wollen, sich ihnen anzuschließen. Das sorgt für gute Stimmung am Rohölmarkt.

Dennoch, in der Industrie häufen sich die Negativmeldungen, so die Frankfurter Allgemeine Zeitung: die Gewinne der Ölmultis brechen teils dramatisch ein, der Zulieferer Halliburton streicht Tausende Jobs, kleinere Ölförderer wie der mexikanische Konzern Pemex sparen und fahren ihre Förderleistung zurück. Das könnte darauf hindeuten, dass der Preis mittel- bis langfristig wieder teurer wird, wenn die Investitionen ausbleiben und die Nachfrage nach Rohöl weltweit wieder steigt. Danach sieht es im Augenblick allerdings nicht aus, Sorgen macht weiterhin die vergleichsweise schwache Konjunktur in China.

Doch auch kleinere Ölförderländer geraten immer mehr unter Druck: Nigeria und Venezuela beispielsweise, beide sind hochgradig abhängig vom Ölexport, der bei niedrigen Preisen immer weniger Geld in die Staatskasse fließen lässt. Die Folge sind wirtschaftliche Schwierigkeiten: Nigeria hat bereits um einen Notkredit gebeten. In Venezuela kommt es zu einer galoppierenden Inflation, ebenso steigt die Inflation in Brasilien. In die Ölförderung und die zumeist staatlichen Firmen wird kaum investiert, um sie zu modernisieren. In Russland krankt der Konsum, die Wirtschaftsleistung sinkt. Weitere Länder hat das Handelsblatt in einer Übersicht zusammengestellt.

Auch wenn manche Ölförderländer ihre Produktion jetzt deckeln, der Überschuss wird eine ganze Weile bestehen bleiben. Die Weltkonjunktur kommt nicht in Gang. Außerdem hat das österreichische Wirtschaftsblatt einen weiteren Faktor ausgemacht, der die Preise auf lange Sicht niedrig halten könnte: die Lager weltweit. Wegen der niedrigen Ölpreise haben viele Länder, allen voran die USA und China, sehr viel Öl eingelagert - davon können sie lange zehren. Ein Faktor, der dem entgegenwirken könnte, ist die US-Schieferölproduktion: sie ist deutlich stärker zurückgegangen in den vergangenen Monaten.

Aber sie ist noch immer vorhanden, was Saudi-Arabien zu dem Statement verleitet, es werde seine Förderquoten nicht drosseln, um den Preis anzuheben. Noch sind die Saudis nicht zufrieden. Dafür wollen die US-Firmen ihre Produktion herunterfahren. Wie sehr, hat ebenfalls das Handelsblatt recherchiert. Im Augenblick befinden wir uns also in einer Wende im Preiskampf und im Verdrängungswettbewerb, der, so scheint es, ganz klar zu Ungunsten der USA ausgehen könnte. Preislich aber ist für den Heizölkäufer im Augenblick alles noch im grünen Bereich.

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