Wenig kompromissbereit

Gespräche über Förderdrosselung bislang ohne Ergebnis. US-Wahl am 8. November.

04.11.2016

Noch sind die geförderten Ölmengen hoch, das Überangebot damit auch. Hinzu kommt die mangelnde Bereitschaft einiger Nicht-Opec-Staaten wie auch Opec-Staaten, das Überangebot zu drosseln. Hier sind bis zur nächsten Opec-Konferenz noch harte Verhandlungen zu erwarten. Ölförderländer der Opec konnten sich mit Nicht-Opec-Staaten bei Gesprächen in Wien bislang nicht über eine Drosselung der Fördermengen einigen. Saudi-Arabien wird dem Iran keine Ausnahme durchgehen lassen. Damit wäre ein Präzedenzfall geschaffen, da auch andere Länder wie der Irak Ausnahmen haben möchten. Immerhin soll es künftig einen regelmäßigen Dialog der Opec mit den Nicht-Opec-Staaten Russland, Brasilien und Mexiko geben. Im November trifft sich die Opec zu ihrer nächsten ordentlichen Sitzung in Wien. Dann sollen die Gespräche weitergehen. 

Inzwischen treibt der Iran den Ausbau seiner Ölindustrie nach dem Ende des Embargos voran. Mehrere Firmen wie Total oder die chinesische Sinopec verhandeln über Kontrakte, um Öl- und Gasfelder ausbeuten zu dürfen oder Raffinerien zu reparieren, so CNBC. Es herrsche so etwas wie Goldgräberstimmung für die Ölkonzerne. Eine Gefahr sei jedoch das Vordringen der konservativen Hardliner in die Wirtschaft, vor allem der iranischen Revolutionsgarden, sowie die kommenden Wahlen im Iran. Die moderateren Kräfte des amtierenden Präsidenten Rohani würden sich weniger gegen ausländisches Engagement im iranischen Energiesektor sperren als die Konservativen. 

Laut dem US-Department of Energy sind außerdem in dieser Woche die Pegel der Lager in den Vereinigten Staaten wieder gestiegen, das drückt auf die Preise. Indessen rückt die US-Wahl näher, am 8. November sind die Vereinigten Staaten zum Gang an die Urne aufgerufen. Je nach Wahlausgang wird dies auch die ersten Reaktionen am Aktien- und Devisenmarkt beeinflussen: sollte Donald Trump gewinnen, würde dies wahrscheinlich zu einigen Verwerfungen führen. Hillary Clintons Wahl zur neuen US-Präsidentin würde den Markt wahrscheinlich zu weniger heftigen Reaktionen verleiten. Wie die beiden Kandidaten mit der Wirtschaft umgehen würden, hat das Wall Street Journal zusammengetragen.

Verwerfungen durchziehen derzeit auch die brasilianische Wirtschaft. Das Land, das zu den sogenannten BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) und damit zu den Schwellenländern zählt, durchlebt im Moment eine schwere politische wie wirtschaftliche Krise. Doch genau das zieht derzeit Investoren aus dem Ausland an, wie das Handelsblatt berichtet. Auch der brasilianische staatliche Ölkonzern Petrobras verkauft Tafelsilber, um sich aus der Krise zu befreien, in die ihn der niedrige Ölpreis und ein massiver Korruptionsskandal manövriert haben.

Die Lage für die Leitsorten bleibt also noch eine Weile angespannt - gute Nachrichten für Heizölkäufer. Diese können weiterhin darauf hoffen, dass der Preis zu Winterbeginn niedrig bleibt. Sollten sich die Opec- und Nicht-Opec-Staaten am Ende auf eine Förderkürzung einigen, heißt dies noch nicht, dass die Preise massiv steigen werden. Denn die beschlossene Kürzung von 750.000 Barrel pro Tag ist angesichts der aktuell geförderten Rekordmengen nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein.

 

 

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