Wie der Ölpreisverfall wirkt

Schwieriges Jahr für Energiekonzerne vorhergesagt. Stellenstreichungen bei einigen Firmen.

16.01.2015

Der Ölpreis hat sich nach starken Verlusten wieder gefangen und steigt wieder leicht an. Dennoch wird er nach Meinung von Experten noch lange brauchen, um sich wieder einer Marke von 100 Dollar pro Barrel zu nähern - der Marke, die viele ölexportierende Länder benötigen, um ihren Staatshaushalt zu finanzieren. Für die Verbraucher stellt sich die Situation also noch eine Weile sehr positiv dar, Heizöl bleibt relativ günstig und auch die Spritpreise an den Zapfsäulen kommen den Vielfahrern erheblich entgegen.

Anders sieht es für die Energiekonzerne aus: Sie gehen in ein schwieriges Jahr, prophezeit die Wirtschaftswoche. Lange Investorenzyklen verhinderten ein schnelles Einbrechen der Fracking-Industrie, doch erste Firmen denken über Kündigungen nach oder haben sie bereits beschlossen. Einer der größten Ausrüster für Öl- und Gasexploration hebt zwar die Dividende an, entlässt dafür aber gleichzeitig acht Prozent der Belegschaft, meldet das Handelsblatt. BP streicht ebenfalls mehrere Hundert Stellen in der Förderung, weitere Firmen werden folgen.

Die Wall Street bekommt diese Erschütterungen zu spüren und taumelt seit Tagen unter dem Druck fallender Energiepapiere. Die gute US-Konjunktur könnte ebenfalls leiden, denn die Fracking-Industrie war nicht ganz unschuldig am Jobboom der vergangenen Monate. Es bleibt letzten Endes ein Rechenexempel, ausgeführt von Saudi-Arabien, wann die Opec ihre Fördermenge drosselt. Denn sie könnte nicht nur die US-Schieferölindustrie in die Knie zwingen, sondern auch die Weltwirtschaft empfindlich treffen. Und dies kann nicht im Sinne der Opec sein, die eine gute Konjunktur benötigt, um ihr mittlerweile auf vielen Frachtern gebunkertes Öl gewinnbringend zu verkaufen.

Mitentscheidend für den Heizölpreis bleibt natürlich der Euro. Er könnte weiter fallen, sobald die EZB mit Anleihekäufen maroder Krisenstaaten in Europa beginnt. Investoren halten derzeit Abstand vom Euro, die Aussichten sind schlecht und die Zinsen niedrig. Denn auch hier drohen Gefahren für die Weltwirtschaft, glaubt die Weltbank laut Wallstreet Online. Es ergäben sich nun Spielräume, die die Politik für Reformen nutzen solle. Am 22. Januar könnte die EZB bereits das Kaufprogramm für Anleihen in die Wege leiten. Danach wird sich zeigen, ob sie damit die Deflationsangst ausräumen kann.

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